SPD Ruhpolding

Besuch in den Alten- und Pflegeheimen

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St. Adelheid und SenVital

Ruhpolding - Ruhpolding ist in der günstigen Lage, gleich über zwei Heime zu verfügen: Das Alten- und Pflegeheim St. Adelheid wird getragen vom Orden der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul mit Sitz in München. Sen Vital ist eine Gruppe von mehreren Pflegeheimen, die über das Bundesgebiet verteilt sind. Sie gehören zur Victor's Unternehmensgruppe. Im Rahmen seiner Monatsversammlung hat der SPD-Ortsverein beiden Heimen einen Besuch abgestattet.

Zur Begrüßung bedankte sich der Seniorenbeauftragte Hans Holzner jeweils sehr herzlich für die Bereitschaft der Heimleitungen, die Türen zu öffnen. Bei den Rundgängen erfuhren die Besucher viel über die Abläufe in einem Pflegeheim und die umfangreiche Infrastruktur, die dafür notwendig ist. Dazu gehört neben der eigentlichen Pflege zum Beispiel auch die Verköstigung der Heimbewohner, die je nach Schwere der Einschränkungen in Gemeinschaftsräumen oder individuell zur Verfügung gestellt wird. Mit abwechslungsreichen Programmen soll die Gemeinschaft der Heimbewohner untereinander sowie mit dem Betreuungspersonal gepflegt werden. Nicht nur für Besucher, sondern sicher auch für die Heimbewohner ist beeindruckend, in welch freundlicher Art und Weise die Einrichtungen gestaltet sind und in was für einem sauberen und gepflegten Zustand sie sich befinden. Bei der Schlussbesprechung ging es darum, wie sich sozialpolitische Entscheidungen auf die tägliche Arbeit in Heimen auswirken. Von der Gesetzgebung her wird zur Zeit die ambulante Pflege bevorzugt. Die älteren Menschen sollen, solange es geht, in ihrer häuslichen Umgebung bleiben. Auf die Belegung der Heime wirkt sich das in Ruhpolding bisher offensichtlich noch nicht aus, beide sind gut belegt. Pflege ist naturgemäß personalintensiv, und eines der größten Probleme aller Pflegeeinrichtungen ist es, die Personalversorgung sicherzustellen. Personal darf nicht in beliebigem Umfang beschäftigt werden, sondern nur in einem bestimmten Verhältnis zur Zahl der Heimbewohner. Dieser Pflegeschlüssel ist eine der entscheidenden Größen für die Qualität der Pflege insgesamt. Er ist aber nicht einheitlich geregelt, sondern von Bundesland zu Bundesland verschieden. Eine noch bessere Pflege ließe sich also über günstigere Schlüssel erreichen. Allerdings müsste die Gesellschaft dann auch bereit sein, die Mehrkosten durch höhere Beiträge zur Pflegeversicherung oder höhere Belastung der öffentlichen Haushalte zu tragen. Dazu kommt, dass es mit den Stellen alleine noch nicht getan ist, sie müssen auch besetzt werden können. Dazu sind ausgebildete Altenpfleger und -pflegerinnen notwendig, von denen es zu wenige gibt. Es ist deshalb dringend notwendig, diesen Beruf zu stärken. Ausbildung und Vergütung sind hier die wichtigen Stellschrauben. Die Heimleitungen sind aber skeptisch, ob die geplante neue Ausbildungsordnung, bei der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zusammengelegt werden sollen, diesem Ziel zuträglich sind. Eine noch bessere Vernetzung benachbarter Heime war noch eines der Themen, bevor sich der Vorsitzende Johannes Hillebrand sehr herzlich für den gelungenen Abend bedankte.

SPD Ruhpolding

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