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Afrofuturistischer Soul-Folk-Pop in Übersee

Mariama

Mariama
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Mariama

Übersee (Chiemgau) - Freetown, Köln, Paris, Berlin und am Samstag den 21.05. kommt sie zu einem Konzert nach Übersee. Das Reisen wurde ihr in die Wiege gelegt und inspiriert die musikalischen Grenzgänge der Sängerin und Songwriterin. Stimme und Songs sind durchdrungen von dem ihr wesenseigenen warmen, weichen Sound, der emotionale, persönliche und authentische Geschichten trägt.

Mariama ist in der Tat ein „Geschenk Gottes”, wie es die deutsche Übersetzung des Vornamens aus ihrem Heimatland Sierra Leone weiß. Aufgewachsen ist die junge Sängerin, Musikerin, Songwriterin und Produzentin in Köln, in den letzten Jahren lebt sie hauptsächlich in Paris. Trotzdem wundersam, dass Mariamas afrofuturistischer Soul-Folk-Pop, abgesehen von Gastauftritten bei Projekten von Curse, Patrice oder Max Herre, bislang ausschließlich und erfolgreich in Frankreich veröffentlicht wurde. Das gab es seit Marlene Dietrich nicht mehr – oder vielleicht Nneka? „LOVE, SWEAT & TEARS“, ihr ebenso beseeltes wie inspirierendes zweites Studioalbum, erscheint nun auch im Rest der Welt. Von der Künstlerin selbst produziert, sind diese vierzehn Songs der selbsterklärten Nomadin Teil ihrer ständigen Suche nach künstlerischer Freiheit und universeller Unabhängigkeit – und eine der schönsten klanglichen Exkursionen in die Gefühlswelten des globalen Folk und die elektronische Energie des modernen R&B, die man sich vorstellen kann.

Der Albumtitel ist selbsterklärend und allumfassend. „Es geht wirklich nur um „Liebe, Schweiß und Tränen““, sagte Mariama gegenüber der Website Afropunk. „Die Single „Raindrops“ gehört zum Tränen-Teil des Albums. Das Lied beschreibt einen Zustand der Verwirrung, Einsamkeit, Traurigkeit, aber inmitten dieser dunklen Gefühle gibt es immer eine Stimme, die zu uns spricht. Schmerz hat auch seine Berechtigung: Er kann uns sagen, was mit unserem Leben nicht stimmt und wo wir Veränderungen brauchen – vorausgesetzt, wir hören hin. Wenn es gelingt, unangenehme Gefühle zu bewältigen, ohne zu versuchen, sie zu ersticken oder wegzulaufen, kann eine Krise zu einem Neuanfang werden. Es braucht Regen, damit die Blumen wieder blühen können. Letztendlich hängt alles von unserer Einstellung ab. Es gibt da dieses Zitat: Einige Leute spüren den Regen – andere werden einfach nass.“

Liebe – zerbrechlich und gleichzeitig mutig wagt Mariama die Konfrontation mit einem der weitläufigsten und abstraktesten Begriffe der Welt. In ihren Texten teilt Mariama ihre Gedanken zu diesem und den anderen großen Themen des Albums, zwischendurch bieten gesprochene Passagen Einblicke in ihre lebensweise Erkenntnissuche. „Es geht um den Weg zu sich selbst, der so oft auch mit dem Thema Liebe verbunden ist“, sagt sie. Musikalisch bewegt sich das Album von sanften und melancholischen Melodien zu lebendigen und tanzbaren Songs, von akustischem Soul-Folk (etwa „Never Mind“ im Duo mit Soufian Tsunami, „I Can‘t Help Myself – Hard To Explain“ oder „Moments Like These“ mit Vincent Segal und Ballake Sissoko), bis hin zu elektronischem R&B wie bei „Raindrops“ oder Kopfnickern wie „Grains of Wisdom“ oder „Coffee and Wine“ aus einer imaginären Schnittmenge zwischen Lagos und Kingston. Es ist 21st-Century-Folk mit akustischer Seele, ohne Genregrenzen und mit den unterschiedlichsten Sounds der musikalischen Diaspora. „Eines Nachts kam mir der Titel LOVE SWEAT & TEARS in den Sinn und führte mich weiter durch dieses Abenteuer. Ich wusste, dass ich dieser inneren Vision treu bleiben musste.“ Mariama vergleicht den Arbeitsprozess an diesem Album, gemeinsam mit Manuel Schlindwein als Co-Regisseur, mit dem einer Bildhauerin, die aus einem Marmorblock eine Skulptur schafft: Schritt für Schritt, ohne Eile, das Wesentliche offenlegend. „Was mich interessiert und weshalb ich Musik mache, weshalb ich auch dabei bleibe, ist, dass es Menschen etwas gibt“, sagt Mariama. „In letzter Zeit war ich viel im Duo unterwegs und habe kleinere, intimere Konzerte gespielt, auch manchmal solo. Ich merke, dass etwas passiert und dass Leute nach dem Konzert zu mir kommen und sagen: ‚Das hat mein Herz berührt.’“ Ich möchte diesen Raum zu schaffen, wo wir Mensch sein können. Es geht mir ums Menschsein und Fühlen, darum, einfach präsent zu sein. Dafür mache ich Musik.”

www.freiraum-uebersee.de

www.facebook.com/mariamamusic

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