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Pandemie und Wetterextreme fordern Einsatzkräfte

Freiwillige Feuerwehr Pietling hielt Rückblick auf außergewöhnliches Jahr 2020

Ehrenmitglied Alois Maier wurde aufgrund Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet.
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Ehrenmitglied Alois Maier wurde aufgrund Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Fridolfing - War schon die Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte bei den Freiwilligen Feuerwehren, so kamen im vergangenen Jahr 2020 noch Wetterextreme mit Starkregenereignissen hinzu. Das ergab in der Gesamtsumme 81 Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Pietling, wie erster Kommandant Hans Schild bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gruber herausstellte.

Mit dem ersten Lockdown Mitte März kam nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch die Übungstätigkeit zum Erliegen. Die Verantwortlichen waren gefordert, auch mit Abstands- und Hygieneregeln die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. Noch vor Corona, Ende Februar, wurde bei einem Verkehrsunfall auf der B20 in Höhe Nilling die spezielle Ausrüstung des neuen HLF in vollem Umfang benötigt. Das Unwetter Ende Juni führte nicht nur im Pietlinger Baugebiet Bergfeld zu massiven Überschwemmungen, sondern im ganzen Gemeindegebiet Fridolfing. An diesem Abend wurde erstmals die Führungsstelle Salzach – betrieben von den beiden gemeindlichen Feuerwehren und der Kreisbrandinspektion - unter der Leitung des zweiten Pietlinger Kommandanten Christoph Huber aktiviert, um alle Unwettereinsätze zu koordinieren und auswärtige Hilfskräfte einweisen zu können. Die Führungsstellen sind bei extremen Einsatzlagen dazu gedacht, die Integrierte Leitstelle Traunstein zu entlasten. Neben den immer wiederkehrenden Einsätzen bei ausgelösten Brandmeldeanlagen der hiesigen Industrie- und Handwerksbetriebe wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Müllcontainer im Bahnhof Wiesmühl, einem brennenden Traktor, einem brenneden Nebengebäude in der Ledern und einem Wohnhausbrand in Tengling gerufen. Auch 2021 ist man nach den Worten des Kommandanten schon wieder bei 60 Einsätzen angelangt. Um Vorsorge für die zu erwartenden Starkregenereignisse in den kommenden Jahren zu treffen, wurde auf Gemeindeebene ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, berichtete Schild. Zwtl. Wohnmöglichkeiten für Einheimische schaffen Hinsichtlich der Zahl der Aktiven ist die Pietlinger Wehr jetzt wohl auf ihrem Zenit angelangt. Sie verfügt über 96 Aktive, davon 21 Damen, und 10 Jugendfeuerwehrler, davon eine Dame. Das Durchschnittsalter beträgt 33 Jahre. Von 29 Atemschutzgeräteträgern sind 25 einsatzbereit. Elf Gruppenführer und drei Zugführer kümmern sich um die Organisation. Weil in den kommenden Jahren geburtenschwächere Jahrgänge kommen und langjährige Aktive altersbedingt ausscheiden müsse, appellierte Kommandant Schild an die Verantwortlichen in der Gemeinde, dafür zu sorgen, dass junge Leute, die eine Familie gründen wollen, auch weiterhin an ihrem Wohnort bleiben können. Als nach dem ersten Lockdown wieder Übungen möglich waren, wurden diese vor allem innerhalb der einzelnen Gruppen abgehalten, was auch bis auf Weiteres so bleiben soll. In 36 Übungen (2019: 66) wurden Grundlagen geübt und vertieft. Das Ablegen von Leistungsabzeichen musste ebenso ausfallen wie die im März geplante Segnung des neuen TLF-4000-Fahrzeugs. Diese erfolgte dann im Herbst in ganz kleinem Rahmen. Schwierig war aufgrund der Pandemie auch die Weiterbildung an den Feuerwehrschulen. Unter strengen Vorgaben nahmen 17 Aktive an überörtlichen Lehrgängen teil. „Leider war die Situation schon vor Corona schlecht, aber jetzt besteht ein großer Rückstau an den Feuerwehrschulen, die über zu wenig Lehrer und Ausbilder verfügen“, beklagte Hans Schild. Abschließend bedankte er sich bei allen, die 2020 mitgeholfen haben, die schwierige Situation zu meistern und einsatzbereit zu bleiben. Unterstützung und gute Zusammenarbeit gab es von Bürgermeister, Gemeinderat, Gemeindeverwaltung, Kreisbrandinspektion, BRK und Polizei. Schild freute sich, dass der „Staffelstab“ bei der Jugendfeuerwehr reibungslos von Lisa Prams auf Marco Zebhauser übergeben wurde und lobte insbesondere seinen Stellvertreter Christoph Huber, der sich „rund um die Uhr“ Gedanken zur Feuerwehr mache und „Feuerwehr lebt“.

Der neue Jugendwart Marco Zebhauser dankte seiner Vorgängerin Lisa Prams und berichtete, dass man 2020 aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht viel unternehmen konnte. Er nannte den Wissenstest und die Aktion Friedenslicht. Aktuell gebe es zwei Jugendgruppen, wobei einige Jugendfeuerwehrler in den aktiven Dienst übertreten werden. Übersichtlich wie gewohnt trug Kassierin Vicky Hastreiter den detaillierten Kassenbericht vor und gab Auskunft über Anschaffungen oder Ausgaben für die Jugendarbeit. Für die beiden Kassenprüfer Herbert Jäger und Sebastian Huber bescheinigte letzterer eine saubere und übersichtliche Kassenführung und schlug die Entlastung der Vorstandschaft vor, was einstimmig gebilligt wurde. Feuerwehr-Vorstand Andreas Stadler berichtete nach dem Gedenken an die Verstorbenen, besonders an Johann Prams sen., dass dem Verein 48 Fördermitglieder und 33 passive Mitglieder angehören. Pandemiebedingt war das Vereinsleben 2020 ruhig. Während die Jahreshauptversammlung im Februar noch abgehalten werden konnte, mussten die meisten anderen Aktivitäten ausfallen. Neuland war die erste Online-Vorstandssitzung, in kleinem Rahmen konnten die Fahrzeugsegnung und das Martinifest abgehalten werden. Nachdem heuer wieder das Spanferkelessen abgehalten werden konnte, ist Stadler zuversichtlich, dass auch die Weihnachtsfeier stattfinden kann. Er dankte allen, die die Feuerwehr unterstützt haben, darunter auch die Küchendamen. Bürgermeister Johann Schild ging in seinem Grußwort ebenfalls auf die steigenden Einsatzzahlen aufgrund von Unwettern und Starkregen ein und stellte heraus, wie wichtig viele und gut ausgerüstete Aktive sind. Er lobte die die Jugendarbeit und die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Wehren im Gemeindegebiet und sagte, der Dienst am Nächsten sei etwas ganz Besonderes. Zu Beginn der Corona-Pandemie, als man noch nicht wusste, was da auf die Menschen zukomme, haben sich die Verantwortlichen umsichtig und vorsichtig verhalten, sagte Schild. Dankesworte für die gute Zusammenarbeit gab es auch vom Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Laufen, Erwin Wimmer. Ehrengäste waren neben den bereits Genannten einige Gemeinderäte, Ehrenkommandant Franz Jäger und Kreisbrandmeister Hans Heinrich.

Verabschiedungen, Ehrungen, Neuaufnahmen Mit Ludwig Obermayer und dem langjährigen Kassier Alois Maier mussten wegen Erreichen der Altersgrenze zwei überaus verdiente Aktive ausscheiden. Während Obermayer bereits im vergangenen Jahr entsprechend geehrt wurde, steht dies bei Alois Maier Pandemie-bedingt noch aus. Er bekam jedoch bei der Jahreshauptversammlung bereits ein großes Bild als erstes Geschenk, entstanden beim Feuerwehrfest 20 . Maier hat sich über 40 Jahre als Schriftführer und dann vor allem als zuverlässiger Kassier eingebracht. „Auf Dich konnte man sich immer verlassen, Leute wie Du halten die Feuerwehr zusammen“, lobte Kommandant Schild Maier, der seit 2017 auch Ehrenmitglied ist. Ehrungen mit Urkunden und Abzeichen durch die Vorstandschaft und teils auch die Kreisbrandinspektion, vertreten durch Kreisbrandmeister Hans Heinrich, und durch Bürgermeister Johann Schild für die Gemeinde gab es für weitere langjährige Aktive. Bereits 40 Jahre dabei sind Hans Lex und Hans Prams. Auf 30 Jahre aktive Dienstzeit blickt Jürgen Schuster zurück und das „Silberjubiläum“ mit 25 aktiven Dienstjahren können Bernhard Otter, Andreas Kletzl und Franz Knittler begehen. Von den Aktiven, die 15 Jahre dabei sind, konnte nur Robert Maier persönlich vom Bürgermeister beglückwünscht werden, seine Gruppenkameradinnen waren „mit dem schönsten aller Gründe“ verhindert, wie es Bürgermeister Schild ausdrückte: Katharina Huber, Christina Veitlmeier, Verena Lenz und Christine Kraller sind nämlich alle in diesem Sommer Mama geworden. Von der Jugend in den aktiven Dienst übergetreten sind im vergangenen Jahr Luca Maier, Jonas Maier, Vincent Brüderl, Valentin Stadler und Lorenz Wollitzer. Besonders freuen sich die Verantwortlichen, wenn „Neu-Bürger“ sich in der Feuerwehr engagieren. Begrüßt wurden Helmut Notbichler und Jessy Schulz. Der neuen Jugendgruppe gehören Christian Schuster, Clara Lenz, Lisa-Marie Lex, Letizia Schimek und Johannes Zebhauser an.

Pressemitteilung Feuerwehr Pietling

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