Trinationales Jugendworkcamp in Seehaus

Drei Nationen - ein Ziel

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Gruppenbild vor der Leitstube des Forstbetriebs Ruhpolding in Seehaus: Almbauer Mathias Holzner (hintere Reihe ganz links) und Jürgen Sandner vom Landschaftspflegeverband (vordere Reihe ganz rechts) mit Sohn Vitus umrahmen die Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich und Spanien.

Seehaus - Auch ein Weg den Austausch zwischen Ländern zu fördern: Beim Trinationalen Jugendworkcamp kamen Menschen aus drei Nationen in den Chiemgauer Alpen zusammen, um gemeinsam anzupacken. 

14 Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland, Frankreich und Spanien übernahmen bis Mitte August drei Wochen lang freiwillig landschaftspflegerische Arbeiten in der Umgebung von Seehaus zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl. 

Im Rahmen eines trinationalen Jugendworkcamps, das vom Landschaftspflegeverband Traunstein, dem Revier Seehaus des Forstbetriebs Ruhpolding und der IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste) organisiert wurde, waren die acht Mädchen und sechs Jungs auf der zwischen Seehaus und Lödensee gelegenen Lödenalm, der aufgelassenen Hochkienbergalm unterhalb der Hörndlwand und der ehemaligen Ortneralm am Zirnberg im praktischen Einsatz. Untergebracht waren sie in der Seehausleitstube des Forstbetriebs Ruhpolding.

Arbeit für die Natur

Auf der direkt neben der B 305 gelegenen Lödenalm halfen die jungen Leute den Almbauern um Mathias Holzner und August Ringsgwandl beim Freistellen der Lichtweidefläche mit dem Ziel, die dort durch angepasste Beweidung entstandenen Kalkmagerrasen zu erweitern. Die Lödenalm liegt im Naturschutzgebiet „Östliche Chiemgauer Alpen“ und ist ein wertvoller Teil des europäischen Naturerbes NATURA 2000. 

Unter Anleitung von Förster Harald Siegler, dem Leiter des Forstreviers Seehaus, beseitigten die jungen Helfer nach einem schweißtreibendem Anstieg durch das Ostertal auf der seit längerem nicht mehr beweideten Hochkienbergalm aufkommende Gehölze, um den Lebensraum für die dort noch vorkommenden Birkhühner zu erhalten. Die ebenfalls nicht mehr beweidete Ortneralm zwischen Seekopf und Zirmbergrücken beherbergt seit einigen Jahren Naturschutz-Ausgleichsflächen des Forstbetriebs Ruhpolding, die einmal pro Jahr gemäht werden müssen. Mit Rechen und Heugabeln ausgestattet war es Aufgabe der Jugendlichen das Mähgut von den Wiesen zu entfernen.

Interkulturelles Lernen

Neben den fünf Stunden Arbeit pro Werktag blieb den Workcampteilnehmern im Alter von 16 bis 25 Jahren noch ausreichend Zeit die nähere und weitere Umgebung zu erkunden und am Wochenende Ausflüge nach Salzburg und München zu unternehmen. Die Gemeinde Ruhpolding ermöglicht einen freien Eintritt in das Vita Alpina. Das Ziel des Workcamps, junge Leute aus verschiedenen europäischen Ländern durch gemeinsames freiwilliges Arbeiten zusammen zu bringen und damit interkulturelles Lernen zur fördern, wurde voll erreicht. Und besonders die Arbeiten auf der Lödenalm trugen dazu bei, ökologische und landwirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen.

Presseinformation des Landschaftspflegeverbandes Traunstein e. V.

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