13.370 Wehrpflichtige einberufen

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13.370 Wehrpflichtige werden zum 1. Juli einberufen.

Berlin - Zum 1. Juli werden 13.370 Wehrpflichtige ihren Dienst antreten. Sie müssen nur noch sechs statt bisher neun Monate zum Bund. Knapp 3000 wollen freiwillig länger bleiben.

Nur noch sechs statt bisher neun Monate sollen die 13.370 Wehrpflichtigen dienen, die die Bundeswehr zum 1. Juli einberufen hat. Von ihnen haben sich 2270 dazu entschlossen, die Dienstzeit freiwillig um bis zu 14 Monate zu verlängern. Union und FDP hatten sich im vergangenen Herbst bei den Koalitionsverhandlungen auf die umstrittene Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes verständigt. Der Bundestag hat sie vor zwei Wochen beschlossen. In der kommenden Woche wird sich der Bundesrat damit befassen.

Die Zustimmung der Länderkammer ist nach Ansicht der Bundesregierung aber nicht notwendig. Die SPD ist anderer Auffassung und hat diese mit einem wissenschaftlichen Gutachten untermauert. Allerdings werden die Sozialdemokraten wohl keine Chance mehr haben, das Gesetz zu stoppen. Union und FDP haben in der letzten Sitzung vor der Sommerpause in der kommenden Woche noch die Mehrheit im Bundesrat. Erst dann wird sie nach dem geplanten Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen kippen.

6920 Wehrpflichtige werden den Wehrdienst beim Heer, 1840 bei der Luftwaffe und 620 bei der Marine leisten. In den militärischen Organisationsbereichen Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst werden 3090 beziehungsweise 900 Wehrpflichtige den Dienst antreten. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) lässt derzeit prüfen, ob der Wehrdienst angesichts leerer Staatskassen künftig noch aufrechterhalten werden kann und soll. Im September will er Vorschläge für eine große Bundeswehrreform machen.

dpa

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