2010: Schlechtes Jahr für Feiertage

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Der 1. Mai fällt 2010 auf einen Samstag. Ein langes Wochenende durch einen Brückentag entfällt dadurch.

Frankfurt/Main - Für Arbeitnehmer ist das Jahr 2010 mit Blick auf die Feiertage kein sonderlich gutes Jahr. So fallen beispielsweise die Weihnachtsfeiertage auf das Wochenende.

Denn einige Festtage, die mit Brückentagen ohne großen Aufwand zu einem Kurzurlaub ausgebaut werden können, fallen im kommenden Jahr auf ein Wochenende - so etwa der Tag der Arbeit (1. Mai, ein Samstag) oder die beiden Weihnachtsfeiertage. Da in vielen Betrieben bald die Urlaubsplanung und damit das Rennen um die begehrten Brückentage startet, lohnt aber ein strategischer Blick in den Kalender für 2010. Das gilt gleich für den Jahresbeginn: Der Neujahrstag liegt auf einem Freitag, so dass man mit dem Einsatz von maximal vier Urlaubstagen dem Schreibtisch von Heiligabend bis einschließlich 3. Januar den Rücken kehren kann, um den Kater von Silvester ausgiebig auszukurieren. Für Beschäftigte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt, die den Feiertag “Heilige Drei Könige“ am 6. Januar (Mittwoch) begehen, bietet sich mit etwas mehr Einsatz von Urlaubstagen zudem eine Verlängerung an.

Kleiner Einsatz, großer Ertrag

Weiter geht's mit der Freizeitplanung an Ostern: Wer acht freie Tage in den Urlaubsplan einträgt, hat im Idealfall vom 27. März bis einschließlich 11. April frei. Kein Pardon kennt der Kalender allerdings ein paar Wochen später: Der 1. Mai fällt auf einen Samstag, so dass sich alle Planspiele für etwaige Brückentage erübrigen. Anders sieht es dann an Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 13. Mai) aus: Mit dem Einsatz von einem Urlaubstag hat man ein langes Wochenende; vier Urlaubstage bringen gleich neun Tage Freizeit. Für den gleichen Zeitraum kann man der Arbeit fernbleiben, wenn man nach Pfingstmontag (24. Mai) vier Urlaubstage einreicht. In der darauffolgenden Woche bietet Fronleichnam (Donnerstag, 3. Juni) den Arbeitnehmern in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Möglichkeit für ein langes Wochenende.

Schlechtes Jahr für Brückentage

Brückentagsplaner müssen sich dann bis weit in die zweite Jahreshälfte gedulden: Zwar können sich normalerweise Berufstätige in Bayern und dem Saarland am 15. August, wenn dort Mariä Himmelfahrt gefeiert wird, über einen weiteren Feiertag mit Ausbaumöglichkeit freuen. 2010 fällt dieser Tag aber ärgerlicherweise auf einen Sonntag - den Arbeitgeber wird's freuen. Als nächster bundesweiter Feiertag folgt der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Und auch hier kennt der Kalender im kommenden Jahr keine Gnade, liegt der Einheitstag doch ebenfalls auf einem Sonntag, was alle Brückentagsplanungen zunichtemacht und allenfalls Sonntagsarbeiter auf höhere Zuschläge hoffen lässt.

Weihnachten 2010 liegt denkbar ungünstig

Nicht viel besser ergeht es den Arbeitnehmern in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 31. Oktober, wenn sie den Reformationstag begehen. Dieser fällt 2010 auch auf einen Sonntag. Des einen Freud', des anderen Leid: Besser haben es am Tag danach logischerweise Berufstätige in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland. Sie feiern am Montag, 1. November, Allerheiligen und können beim Einsatz von vier Urlaubstagen insgesamt neun Tage der Arbeit den Rücken kehren. Über einen exklusiven Feiertag samt Brückentagsmöglichkeiten können sich die Sachsen freuen: Anders als in allen anderen Bundesländern ist der Buß- und Bettag am 17. November (Mittwoch) bei ihnen nach wie vor arbeitsfrei. Das Jahr klingt aus Arbeitnehmersicht nicht wirklich freundlich aus: Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag liegen denkbar ungünstig, nämlich auf einem Samstag und Sonntag.

ap

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