ADAC kritisiert Unvorsicht - Tief Petra kommt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

München - Viele Autofahrer sind nach Meinung des ADAC bei dem aktuellen Winterwetter nicht vorsichtig genug unterwegs. Derweil bringt Tief Petra neue Schneemassen vor allem nach Norddeutschland.

Zu geringer Abstand und zu schnelles Fahren sind demnach die größten Probleme. Besonders gefährlich seien Kreuzungen, Abbiegespuren, Brücken oder Autobahn-Ausfahrten, sagte ein ADAC-Sprecher in München. Mit genügend Abstand schütze man sich nicht nur selbst, sondern könne eventuell Fehler anderer abfangen. Führerschein-Neulingen rät er zu einem Fahrtraining.

Hat der ADAC Recht? Oder hat man als Autofahrer keine Chance bei dem Wetter? Diskutieren Sie mit!

Bundesweite Unwetterwarnungen vor "Petra"

Fast überall in Deutschland müssen sich die Menschen am Donnerstag wieder auf starke Schneefälle, Verwehungen und die damit verbundenen Verkehrsprobleme einstellen. Unwetterwarnungen haben die Meteorologen für nahezu alle Landesteile ausgegeben. Während auf ostdeutschen Autobahnen hunderte Lastwagen schon in der Nacht im Schnee festsaßen, hielten sich die Verkehrsprobleme anderenorts aber noch in Grenzen.

In Baden-Württemberg krachte es in der Nacht nur wenig. Seit dem Abend hatte es auf der A8 längere Staus gegeben, die sich später aber wieder auflösten. In Bayern war die A73 betroffen. Dort stand ein Lastwagen quer. Der Übergang auf die A9 in Richtung Süden wurde deshalb gesperrt.

"Ruhe vor dem Sturm": Probleme auf der Autobahn

Linienbus kracht in Haus

Tief Petra: Noch mehr Eis und Schnee

Schneealarm: Chaos in Deutschland!

Weiter Winter-Chaos - Lkw-Fahrer leiden

Das Winterwetter hatte bereits am Mittwoch auf einigen Autobahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu kompletten Sperrungen geführt. Wer konnte, steuerte einen Parkplatz an. Vielen Lastwagenfahrern blieb aber wegen Überfüllung der Rastplätze keine andere Wahl, als ihre Fahrzeuge auf den Standstreifen der Autobahn zu parken. Alleine auf der Autobahn 9 bei Halle waren es 200 Laster. Auch auf der A4 bei Chemnitz und der A17 bei Dresden steckten die Brummis fest. Die A17 war am Morgen schon mehr als 24 Stunden gesperrt. Einige hundert Lastwagen waren bis zu 1,50 Meter hoch eingeschneit.

So bleibt Ihr Auto fit im Winter

So bleibt Ihr Auto im Winter fit

Im Westen war man vom Chaos noch weit entfernt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Morgen zwar Unwetter in Form von Schnee, Glätte und Verwehungen vorausgesagt. Die Nacht verlief aber in Nordrhein-Westfalen ohne größere Zwischenfälle. „Es ist die Ruhe vor dem Sturm“, sagte ein Sprecher der Polizei in Recklinghausen. Der strenge Frost und die Kälte machten sich aber schon bemerkbar: In Bielefeld gab es zwei Unfälle mit zwei Schwerverletzten. Ein Sprecher aus Köln appellierte an die Autofahrer: "Die, die nicht unbedingt fahren müssen, sollen zu Hause bleiben.“

Zu Hause bleiben können auf jeden Fall die Schulkinder im hohen Norden. Im gesamten Schleswig-Holstein bleiben die öffentlichen und berufsbildenden Schulen geschlossen. Der DWD hat heftige Schneefälle und an der Küste auch starken Wind vorausgesagt, teilweise mit Böen bis zur Stärke 9. Auch in Niedersachsen können sich einige Schulkinder über das Wetter freuen. Der Landkreis Peine und die Stadt Osnabrück gaben ihnen einen Tag frei.

Auf der A2 bei Braunschweig kam am frühen Morgen ein Lastwagen ins Schlittern und kippte auf die Fahrbahn. Die Autobahn wurde in Richtung Hannover deshalb voll gesperrt. Es bildete sich ein Stau. Auch bei anderen Unfällen blieb es bei Blechschäden. Keine Schnee-Probleme gab es in der Mitte Deutschlands. In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland meldeten die Behörden trockene Straßen, weil kein neuer Schnee gefallen war. Dafür kündigte Nebel vielerorts neue Niederschläge an. „Wir fangen prophylaktisch an zu Streuen“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Bremen.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser