Alptraum nach Silvester: Massenunfälle im Nebel

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Bei einer Massenkarambolage nahe Freiburg sind in der Silvesternacht zwei Menschen ums Leben gekommen.

Freiburg - Bei mehreren Massenkarambolagen wegen schlechter Sicht sind am Neujahrsmorgen in Süddeutschland drei Menschen getötet und 18 zum Teil lebensgefährlich verletzt worden.

Tragische Unfälle im dichten Nebel: Bei mehreren Massenkarambolagen wegen schlechter Sicht sind am Neujahrsmorgen in Süddeutschland drei Menschen getötet und 18 zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Im baden-württembergischen Weinberg wurde eine 13-Jährige bei Nebel von einem Zug erfasst und getötet. In anderen Teilen Deutschlands führten Schnee- und Eisglätte zu Unfällen mit teilweise tödlichem Ausgang. Auf der A5 nördlich von Freiburg fuhren gegen 01.20 Uhr bei Sichtweiten von unter fünf Metern bis zu 50 Fahrzeuge ineinander.

Zwei Männer im Alter von 20 und 70 Jahren wurden getötet, vier Menschen wurden verletzt. Frühere Angaben, wonach einer der beiden nicht wegen des Zusammenpralls starb, sondern überfahren wurde, bestätigten sich nicht, wie die Polizei Freiburg am Nachmittag mitteilte. Der Sachschaden wurde auf mehrere 100.000 Euro geschätzt. Auf der A 3 bei Schwarzach in Niederbayern kam kurz nach Mitternacht eine 48-Jährige ums Leben, die sich nach einem Reihenunfall bei Nebel auf dem Standstreifen aufgehalten hatte. Ihr 48-jähriger Ehemann hatte bei dem vorherigen Auffahrunfall einen Schock erlitten. Zwei 67- und 75-jährige Mitfahrer wurden schwer verletzt. Insgesamt waren vier Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt. Die Autobahn wurde für mehrere Stunden gesperrt.

Auf der A 99 kurz vor dem Autobahndreieck Feldmoching bei München fuhren gegen 01.41 Uhr insgesamt neun Fahrzeuge im Nebel ineinander. Eine 29-Jährige wurde lebensgefährlich, ein 56-Jähriger schwer und weitere sechs Menschen leicht verletzt. Die Autobahn war bis 08.10 Uhr gesperrt. Auf der A 9 bei Allershausen prallten um 00.28 Uhr bei Nebel drei Autos ineinander. Eine 61-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Ebenfalls auf der A 9, auf der Höhe der Münchner Allianz-Arena, prallten um 01.07 Uhr im dichten Nebel vier Autos ineinander. Drei Menschen wurden leicht verletzt.

Mit Handy am Ohr Zug übersehen

In Weingarten überquerte eine 13-Jährige, die mit anderen Jugendlichen an einem Bahnhof Silvester feierte, mit dem Handy telefonierend die Bahngleise und übersah im Nebel einen Zug, der mit 120 Stundenkilometern nahte. Auf Warnrufe ihrer Freundinnen reagierte sie nicht. Das Mädchen wurde vom Zug erfasst und zehn Meter weit weg geschleudert, der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Bei einem Unfall im schleswig-holsteinischen Landkreis Aurich wurden drei junge Frauen im Alter von 19, 23 und 25 Jahren getötet, zwei 15- und 31-jährige junge Männer wurden schwerst verletzt. Ihr Auto kam gegen 05.30 Uhr aus zunächst völlig ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und wickelte sich um einen Baum.

In Iphofen im Landkreis Kitzingen wurde ein 28-jähriger Mitarbeiter eines Rettungsdienstes getötet, als er mit seinem Dienstfahrzeug und Blaulicht um 02.30 Uhr mit einem anderen Wagen zusammenstieß. Seine 20-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt. Im niedersächsischen Northeim kam ein 19-Jähriger ums Leben, der auf der Straße sein Handy suchte, dabei von einem Auto erfasst, rund 50 Meter auf schneeglatter Fahrbahn mitgeschleift und schließlich unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Bei Matzerath in Nordrhein-Westfalen starb ein 25-Jähriger, der mit seinem Auto bei Eisglätte von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Ein vermutlich angetrunkener Fußgänger wurde im westfälischen Delbrück beim Zusammenstoß mit einem Auto getötet, das auf der glatten Fahrbahn nicht bremsen konnte.

AP

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