Amokdrohung legt Schule in Brandenburg lahm

Neuruppin - Eine Amokdrohung hat am Donnerstag den Unterricht an einer Brandenburger Realschule verhindert. Ein Großaufgebot der Polizei durchsuchte die Schule mit Metalldetektoren und Spürhunden.

Nach dem Bekanntwerden vager Gerüchte aus einem Internetforum vom Vortag wurde das Schulgebäude in Neuruppin unter strengen Polizeischutz gestellt. Zudem gestattete der Rektor den Eltern, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Daraufhin erschienen nur 17 der etwa 300 Schüler am Morgen zum Unterricht, wie eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Auch sie wurden nach kurzer Zeit wieder nach Hause geschickt. Die Polizei bot fast 70 Beamte auf, um die Schule zu überprüfen. Vor Unterrichtsbeginn wurden zunächst alle Räume von Spezialkräften mit Spürhunden durchsucht worden. Dabei wurden aber weder Sprengstoff noch Waffen gefunden worden. Zudem wurden alle Personen beim Betreten des Gebäudes gründlich mit Metalldetektoren kontrolliert worden.

Polizei ermittelt Schüler

Mittlerweile wurde ein Schüler aus einer höheren Klasse ermittelt, der Polizeiangaben zufolge in einem Internetforum schrieb, an der Schule solle am Donnerstag “etwas tolles passieren, auch ein Amoklauf sei möglich“. “Bei der Vernehmung hat er erklärt, damit ein Gerücht vom Hörensagen wiedergegeben zu haben“, erklärte die Polizeisprecherin. “Dessen Ursprung konnten wir bisher nicht ermitteln. Wir sind aber froh, dass nichts passiert ist.“ Am Freitag soll der Unterricht laut Schulleitung wieder planmäßig stattfinden. Die Polizei kündigte aber an, häufiger als sonst vor dem Gebäude Streife zu fahren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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