Angeklagter ging bei Marwa-Mord auch auf Richter los

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Der angeklagte Russlanddeutsche (28) auf dem Weg in die Verhandlung im Dresdner Landgericht.

Dresden - Der Angeklagte im Mordprozess Marwa El-Sherbini hat bei der Bluttat am 1. Juli auch den Vorsitzenden Richter mit dem Messer bedroht.

“Ich dachte, er sticht mich jetzt in dem Moment ab“, schilderte Tom Maciejewski am Dienstag vor der Schwurgerichtskammer im Dresdner Landgericht. Bei der Schilderung des Geschehens in seinem Gerichtssaal versagte dem 46-Jährigen kurzzeitig die Stimme, er rang mit den Tränen.

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Der Russlanddeutsche habe plötzlich “wie ein Berserker“ auf die junge Mutter eingeschlagen, die nach ihrer Zeugenaussage habe gehen wollen. Alles sei “rasend schnell“ gegangen, die dumpfen Schläge hätten sich wie Maschinengewehrsalven angehört: “zack, zack, zack“, sagte Maciejewski. El-Sherbini und ihr Mann erlitten bei der Attacke jeweils mindestens 16 Messerstiche. Der 28 Jahre alte Russlanddeutsche war damals wegen Beleidigung angeklagt. Er soll Marwa El-Sherbini wegen ihres Kopftuchs als “Terroristin“, “Islamistin“ und “Schlampe“ beschimpft haben. Seit Montag muss er sich wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

dpa

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