Anklage nach Dreifachmord wegen Zwangsversteigerung

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Ohne Vorwarnung hatte der Rentner drei Menschen erschossen.

Schwalmtal/Mönchengladbach - Wegen drohender Zwangsversteigerung seines Hauses hat ein 72-jähriger Rentner im August zwei Anwälte und einen Gutachter erschossen. Nun wird er angeklagt.

Aus Wut über die Zwangsversteigerung eines Hauses hatte ein Rentner Mitte August zwei Rechtsanwälte und einen Gutachter erschossen - jetzt hat die Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Amokschützen wegen dreifachen Mordes und Mordversuchs angeklagt. Der 72-Jährige habe unmittelbar nach der Tat im nordrhein-westfälischen Schwalmtal ein Geständnis abgelegt. Seither schweige er zu den Vorwürfen, sagte Staatsanwalt Stefan Lingens in Mönchengladbach am 26. Oktober auf Anfrage.

Der Rentner habe zwar die Zusammenarbeit mit dem psychiatrischen Sachverständigen abgebrochen, berichtete der Staatsanwalt. Er gehe aber davon aus, dass der Mann voll schuldfähig sei. Die Tat sei heimtückisch gewesen und aus niedrigen Beweggründen erfolgt.

Der 72-Jährige soll am 18. August ohne Vorwarnung das Feuer auf Rechtsanwälte und Gutachter eröffnet haben, die zu einem Besichtigungstermin im Haus seiner Tochter und seines Ex- Schwiegersohnes erschienen waren. Nach eigener Aussage wollte der Mann ein Zeichen gegen die langwierige Zwangsversteigerung des Hauses setzen, das er mit eigener Arbeit umfassend renoviert hatte. Bei der Bluttat starben drei Menschen, ein weiterer Gutachter wurde schwer verletzt.

dpa

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