August 2010 so nass wie nie

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Autos im Wolkenbruch: Der August 2010 war so nass wie nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland.

Offenbach - Der August 2010 war in Deutschland der nasseste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Von “nahezu monsunartigen Wassermassen“ spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD).

“Wir haben mehr als doppelt so viel Regen gemessen wie im langjährigen Mittel im August“, sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche am Montag in Offenbach. Und: “Seit Beginn der Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer (1951) war bislang nur der August 2006 trüber“, heißt es im Monats-Rückblick.

Rund 157 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind im Durchschnitt im August gefallen; der Mittelwert vieler Jahre liegt bei 77 Litern. “Damit überbot der August den mit 134 Litern pro Quadratmeter bisher nassesten August des Jahres 1960 und setzte sich mit großem Abstand an die Spitze der Reihe seit 1881“, stellen die Fachleute anhand der vorläufigen Messergebnisse von 2100 Stationen fest.

Regen-Rekorde fast überall gebrochen

Fast überall seien Regen-Rekorde gebrochen worden, vereinzelt wurde sogar fünfmal so viel Niederschlag gemessen wie im Durchschnitt. Mit 343 Litern pro Quadratmeter wurde auf dem Großen Arber (1456 Meter) im Bayerischen Wald der Spitzenwert erreicht. Im sächsischen Bertsdorf-Hörnitz fielen am 7. August 101 Liter pro Quadratmeter. Die Folge: “Ein schweres Hochwasser der Lausitzer Neiße, mit teilweise verheerenden Schäden in zahlreichen Städten Sachsens und Brandenburgs.“

Enorme Regenfälle - mit verbreitet mehr als 100 Litern pro Quadratmeter - gingen auch am 26. in einem Streifen von der holländischen Grenze bis zur mittleren Weser nieder. “Innerhalb von 24 Stunden fielen hier in manchen Orten bis zum Dreifachen der normalen August-Monatsmenge.“ In Steinfurt-Burgsteinfurt (NRW) beispielsweise wurden fast 162 Liter pro Quadratmeter gemessen. “Weite Landstriche, Straßen und tausende Keller standen zeitweise unter Wasser.“

Die zahllosen Tiefdruckgebiete, die in rascher Folge über Deutschland hinwegzogen, ließen nur durchschnittlich 134 Stunden Sonnenschein zu. Das waren 27 Prozent weniger als der Durchschnittswert von 197 Stunden.

Der Sommer, der für die Meteorologen von Juni bis August geht, war insgesamt aber nicht der nasseste aller Zeiten, sondern stark von Höhen und Tiefen geprägt. Das Regensoll sei ersten Erhebungen zufolge um 21 Prozent überschritten worden, sagte Kirsche.

dpa

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