Jetzt gibt es Konsequenzen

Azubi rast durch München und wird elfmal geblitzt - das Protokoll einer irren Fahrt

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Ein Autofahrer wurde elfmal innerhalb einer Stunde in München geblitzt. (Symbolbild)

Eine Autofahrt durch München hat nun Folgen für einen 24-Jährigen. Elfmal wurde er geblitzt - und das in nur einer Stunde. Nun gibt‘s das Protokoll der irren Fahrt.

München - Update, 13 Mai, 20.06 Uhr: Seine Geldbußen betragen nacheinander 64 Euro, 224 Euro, 224 Euro, 384 Euro, 224 Euro und 384 Euro. Außerdem brummte das Gericht dem Raser drei Monate Fahrverbot auf. 

Er hatte seine irre Tour um 0.19 Uhr im Petueltunnel gestartet: 60 km/h waren erlaubt, mit 94 wurde er geblitzt. Weiter ging es drei Minuten später im Richard-Strauss-Tunnel: Hier fuhr der Mann mit 99 statt 60 km/h. Um 0.33 Uhr das nächste Foto im Luise-Kiesselbach-Tunnel: mit 96 statt 50 km/h. Durch die Landshuter Allee donnerte der Raser sogar mit 102 km/h (erlaubt waren 50). Richtung Süden ging’s weiter: Im Heckenstaller-Tunnel wurde der Mann mit 101 statt 60 km/h erwischt. Aufhalten konnte ihn da aber noch niemand: Um 1.07 Uhr blitzte es wieder im Luise-Kiesselbach-Tunnel – mit 111 km/h. Nur zwei Minuten später das nächste Foto, erneut auf der Landshuter Allee, diesmal 55 km/h zu schnell.

Danach drehte der Raser nochmal die Runde über den Petuel-, Richard-Strauss- und Kiesselbach-Tunnel, endete um 1.27 Uhr auf der Landshuter Allee, wo er 64 km/h zu schnell war. Sein Motiv bleibt unklar – erst, als die Polizei im Gerichtsprozess Messprotokolle und Lichtbilder vorlegte, gestand er.

Azubi rast durch München und wird elfmal geblitzt - in nur einer Stunde

Ein 24-jähriger Autofahrer ist in München in gut einer Stunde elf Mal von Radarfallen geblitzt worden. Die wilde Fahrt im Mai vergangenen Jahres kostet den Münchner 1504 Euro Strafe und ein dreimonatiges Fahrverbot, wie das Amtsgericht München am Montag mitteilte. 

Ein Vorfall, der schlimm hätte ausgehen können, ereignete sich ebenfalls in München: Jugendlicher starrt auf sein Smartphone - dann passiert das Unglück.

Autofahrer rast durch München und wird elf Mal geblitzt

Der Anlagenmechaniker überschritt die geltenden Höchstgeschwindigkeiten um bis zu 60 Stundenkilometer. Dem Gericht zufolge hatte der Mann bereits kurz vor seinem Blitzmarathon Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen, für die er ebenfalls Bußgelder und Fahrverbote erhalten hat.

Video: Werden Blitzer illegal?

Wegen Raserei durch München: Bußgeld verhängt

Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des Auszubildenden wurde die eigentliche Gesamtstrafe von gut 3700 Euro um mehr als die Hälfte reduziert. Der Beschluss ist wegen einer Rechtsbeschwerde des Mannes nicht rechtskräftig.

dpa

Immer wieder erwischt die Polizei in München Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind. Als die Polizei in München einen Porsche-Fahrer aufhielt, tischte der den Beamten eine dreiste Geschichte auf. Im vergangenen Jahr wurde ein Raser in München geblitzt, aber er muss nicht zahlen - ob das auch bei anderen Autofahrern klappt, berichtet tz.de*. Immer wieder liefern sich Autofahrer zudem Rennen in München (tz.de*).

Die Büros von Porsche wurden im Zuge von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung Stuttgart durchsucht.

Dass er seinen pompösen Mercedes-Geländewagen optisch aufhübschen wollte, musste ein 24-jähriger Münchner in Grünwald büßen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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