Bankkonten geplündert: Haftstrafen für Rumänen

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Für das Plündern der Bankkonten wandern die rumänischen gauner in den Knast.

Nürnberg - Mehr als 675.000 Euro haben vier rumänische Geldkartenfälscher ahnungslosen Bankkunden in ganz Deutschland abgeknöpft. Dafür wandern sie nun in den Knast.

Nach den Geständnissen der vier Männer im Alter zwischen 23 und 27 Jahren verkündete das Landgericht Nürnberg-Fürth am Donnerstag sein Urteil. Einer der Angeklagten wurde zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, zwei weitere müssen jeweils vier Jahre und zwei Monate hinter Gitter. Der vierte Angeklagte kam mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung davon.

Mit einem Kartenlesegerät und einer Kamera hatten die vier Rumänen die Kundendaten ausgespäht.

Staatsanwalt, Verteidiger und das Gericht hatten sich bereits im Oktober auf diese Strafen für den Fall geeinigt, dass die Angeklagten die Vorwürfe der Anklage einräumen. Ohne die Geständnisse wäre der Prozess sehr zeitaufwendig und teuer geworden. So hätte das Gericht unter anderem eine Reise nach Rumänien antreten müssen, um die Fälscherwerkstatt in Augenschein zu nehmen, in der die Gruppe die Daten von den ausgespähten Geldkarten kopiert hatte.

Seit Sommer 2007 zockten sie Bankkunden ab

Die 23 bis 27 Jahre alten Männer wurden unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßiger Fälschung von Zahlungskarten verurteilt. Im Sommer 2007 hatten sie an den Türöffnern von Bankfilialen in Schwerin, Hamburg, Stuttgart, Paderborn, Nürnberg und Würzburg manipulierte Lesegeräte angebracht und die Geheimnummern mit kleinen Kameras an den Geldautomaten ausspioniert. Mit diesen Daten stellten sie Duplikate der Karten her und hoben im Ausland Geld von den Konten der ahnungslosen Bankkunden ab.

Das Quartett saß seit September 2008 in Untersuchungshaft, nach Komplizen wird weiter gesucht.

dpa

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