Benzin liegt in der Luft

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Salzburg - Hier brennt der Asphalt: Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des Salzburgrings melden sich am Samstag über 250 historische Rennsportwagen lautstark zurück.

Zeitplan:

Samstag, 27. August
Ab 8.30 – 18.00 Uhr Sounds of Speed

Ab 18.45 Uhr Siegerehrung „Sounds of Speed Trophy"

Bei der ADAC Salzburgring Classic „Sounds of Speed“ demonstrieren die rüstigen Boliden, dass sie noch immer fit für die Piste sind. Das Schaulaufen der Klassiker ist für Fahrer wie Zuschauer ein Fest der Sinne, wenn das Dröhnen der Motoren den Nesselgraben zum Beben bringt und der Duft von verbranntem Gummi in der Luft liegt. Los geht’s um 8.30 Uhr und dann durchgehend weiter bis 18 Uhr. Hautnah dran ist man auch im frei zugänglichen Fahrerlager. Denn anders als bei zeitgenössischen Rennsportveranstaltungen herrscht dort keine Hektik und man hat Zeit für ein Gespräch unter Fans und Kennern. Dann wird entspannt Benzin geredet und fachkundig über Geschichte und Besonderheiten der automobilen Raritäten geplaudert.

Piloten im Grenzbereich

Wettbewerbsdruck sucht man bei der ADAC Salzburgring Classic allerdings vergeblich, nur die pure Lust am Fahren zählt. Trotzdem nutzen viele Fahrer die Gelegenheit, ihre betagten Renner am Limit zu bewegen. Einschließlich herzhafter Drifts und Pirouetten im Geschlängel der Fahrerlagerkurve oder in der legendären Nocksteinkehre. Welche Besonderheiten in den Raritäten stecken, erfahren Fans beim Besuch im Fahrerlager. Piloten und Mechaniker geben gerne Auskunft über die bewegte Geschichte ihrer rasanten Schmuckstücke. Auch ein 77 Jahre alter Alvis Silber Eagle, britische Rennwagen-Ikone der Vorkriegszeit und fast doppelt so alt wie der Ring, lässt hier gerne mal die Ventile fliegen. Das ist Musik in den Ohren der Fans. Die Rundenzeiten werden zwar erfasst, für den Gewinn der „Sounds of Speed Trophy“ des Tagesbesten sind sie allerdings ohne Bedeutung. Entscheidend sind hier die Kriterien Sound, Seltenheit, Originalität und Erhaltungszustand des Fahrzeugs sowie der Fahrstil des Teilnehmers, bewertet durch eine Fach-Jury.

Vielfalt ist Trumpf

Bei der ADAC Salzburgring Classic erhält man einen guten Überblick über die Entwicklungen im Rennsport in den vergangenen Jahrzehnten. Da sind zum einen die Vorkriegsrenner vom Schlage eines Lagonda oder Bentley, die einen direkten Vergleich mit dem Rennwagenbau in den frühen Nachkriegsjahren erlauben, zum Beispiel anhand der nur in geringen Stückzahlen entstandenen Veritas. Aber auch sportlich verbesserte Brot-und-Butter-Autos der Wirtschaftswunderzeit sind zahlreich vertreten. So messen sich Opel Kadett mit VW Käfer und der Fahrer eines Austin-Healey Sprite hat den gleichen Spaß wie der Pilot eines Triumph TR4. Mitten drin im Geschehen tummeln sich Hubraumzwerge wie ein NSU TT. Komplettiert wird die rasante Truppe durch Musclecars aus Übersee wie Ford Mustang oder Chevrolet Corvette. Nicht nur für Insider interessant sind ein rarer Glas GT oder ein Alfa Romeo Giulietta Zagato - und natürlich immer wieder die traditionell stark vertretene Porsche 911-Meute. Den Rennsport-Enthusiasten fallen sofort ein Jaguar E-Type aus dem Jahr 1961 und der äußerst seltene Ferrari 365 BB aus dem Jahr 1974 ins Auge. Das Herz höher schlagen lassen auch die ausschließlich für die Rennstrecke gebauten Monoposti von der Formel V bis zur Formel 1. Aus der Königsklasse des Motorsports stechen besonders die Formel-1-Boliden Eurobrun aus dem Jahr 1989 und Lola T 142 aus dem Jahr 1969 hervor.

Besucher mit Oldtimer haben freien Eintritt

Der Eintritt kostet zehn Euro, inklusive Parkplatz und Zutritt zum Fahrerlager, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren sind frei. Für Besucher, die mit einem Oldtimer bis Baujahr 1981 anreisen, ist – solange Platz verfügbar - eine Parkfläche direkt hinter dem Fahrerlager-Tunnel reserviert. Die Fahrer erhalten eine Gratis-Eintrittskarte. Alle Informationen zur Veranstaltung unter www.salzburgringclassic.de. Der Salzburgring ist erreichbar über die Autobahn A8 München-Salzburg, dann weiter über die A1 in Fahrtrichtung Wien bis zur Ausfahrt Thalgau, von dort der Beschilderung folgen.

Aus unserem Archiv: Das Oldtimer-Rennen am Salzburgring von 2010

Oldtimer-Rennen am Salzburgring 2010

Pressemitteilung ADAC Südbayern

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser