Bereits 200 Tonnen Wasser aus havarierter Fähre gepumpt

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Die immernoch qualmende "Lisco Gloria" (Archivbild vom 11.10.2010).

Langeland - Eine Woche nach der Explosion auf der "Lisco Gloria" pumpen Bergungsexperten weiter Löschwasser aus dem havarierten Ostsee-Fährschiff.

Bis Samstag seien etwa 200 Tonnen verschmutztes Wasser aus dem 200 Meter langen Schiff abgeleitet worden, wie Reedereisprecher Gert Jakobsen am Samstag auf dapd-Anfrage in Kopenhagen sagte. Es wurde in einem Lastkahn aufgefangen. Das Löschwasser beeinträchtigt die Stabilität der vor der dänischen Insel Langeland liegenden Fähre und behindert zudem die weiteren Löscharbeiten, die am Samstag fortgesetzt wurden.

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"Es gibt nach wie vor kleinere Brände an Bord", sagte Jakobsen. Lkw-Ladungen mit Reifen und Baumwolle auf der havarierten Ostsee-Fähre erschwerten die Löscharbeiten. Weiterhin unklar sei, wann die Ermittler von deutschen Behörden, der Reederei und der Versicherung das Schiff erstmals begutachten können. "Dafür ist es derzeit noch zu gefährlich", sagte Jakobsen und fügte hinzu: "Es wird noch eine Weile dauern, bis wir an Bord können." Es werde nach Lösungen gesucht, die voraussichtlich frühestens in der kommenden Woche umgesetzt würden. So diskutieren die Experten auch die Möglichkeit, das Schiff bereits für die weiteren Löscharbeiten in einen Hafen zu schleppen.

Bislang ist geplant, die "Lisco Gloria" erst nach Abschluss der Löscharbeiten und nach Stabilisierung für eingehendere Untersuchungen zur Fayard-Werft ins dänische Odense zu schleppen. Die Fähre war in der Nacht zum 9. Oktober auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda nördlich von Fehmarn nach einer Explosion in Brand geraten. Alle 236 Passagiere und Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen. 28 von ihnen erlitten Rauchvergiftungen. Derzeit liegt das 200 Meter lange Schiff mit Schräglage knapp vier Kilometer südlich von Langeland.

dapd

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