Mit einer Promille

Tödlicher Unfall durch Polizeiauto - Beamter außer Dienst

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Vor einem Jahr wurde eine junge Frau in einem vom Polizisten verursachten Autounfall getötet.

Ein Berliner Polizist verursachte einen tödlichen Autounfall - alkoholisiert im Dienst. Dass jedoch nicht unmittelbar danach ein Alko-Test gemacht wurde, wirft Fragen auf. 

Berlin - Ein Polizist, der vor gut einem Jahr mutmaßlich alkoholisiert in Berlin einen tödlichen Unfall verursacht haben soll, darf nicht mehr zum Dienst. Gegen ihn laufe neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein Disziplinarverfahren, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Sie habe allen Beamten empfohlen, bei schweren Unfällen freiwillig einen Atemalkoholtest zu machen, „um jedem Verdacht vorzubeugen“.

Berlin: Polizist verursacht tödlichen Unfall im Dienst - Sollte seine Alkoholisierung vertuscht werden?

Bei dem Fall war der Verdacht aufgekommen, die mutmaßliche Alkoholisierung des Polizisten habe vertuscht werden sollen. Der Vorwurf wurde erst Monate nach dem Unfall bekannt. Am Unfallort wurde kein Alkoholcheck gemacht - erst später im Krankenhaus, wobei sich rund ein Promille ergab.

Der Polizist war mit seinem Einsatzfahrzeug mit Blaulicht unterwegs gewesen, als er das Auto einer einparkenden 21-Jährigen rammte. Die junge Frau starb bei dem Unfall Ende Januar 2018 nahe dem Berliner Alexanderplatz. Der Leiter der Staatsanwaltschaft, Jörg Raupach, sagte am Montag, ein Gutachten habe für das Polizeiauto eine Geschwindigkeit von etwa 90 Kilometern pro Stunde bei dem Aufprall ermittelt. Jetzt werde geprüft, wer wann von der Alkoholisierung wusste.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) versicherte, „etwaige Versäumnisse“ aufzuarbeiten. „Alkohol im Dienst ist absolut tabu“, betonte Geisel im Innenausschuss. Polizisten hätten eine besondere Verantwortung. Es sei bedauerlich, wenn nur der Schatten eines Zweifels auf sie falle.

dpa

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