Zu bescheiden: Provisionswunsch verrät Betrüger

Frankfurt/Main - Nicht dreist genug: Ein Serienbetrüger ist in Frankfurt am Main aufgeflogen, weil er für die Vermittlung eines Kredits eine extrem niedrige Provision verlangt hatte.

Der 67-Jährige wollte in einem Luxushotel einen Kredit über zwei Millionen Euro für nur 200 Euro Provision vermitteln, wie die Polizei am Donnerstag berichtete. Der interessierte Kreditnehmer war wegen der niedrigen Summe misstrauisch geworden und hatte die Polizei zu dem Treffen mitgebracht. Der angebliche Kreditvermittler wurde festgenommen und sollte noch am Donnerstag, seinem 68. Geburtstag, dem Haftrichter vorgeführt werden.

“Die Beamten stellten schnell fest, dass es sich bei dem unter einem falschen Namen auftretenden Vermittler um einen schon bekannten Serienbetrüger handelte“, heißt es im Polizeibericht. Der Mann sei keineswegs in der Lage gewesen, überhaupt Kredite zu vermitteln - schon gar nicht in Millionenhöhe. Der “immer seriös erscheinende Tatverdächtige“ hatte sich auf entsprechende Zeitungsanzeigen bei Kreditsuchenden gemeldet. “Vermutlich wäre er kaum aufgefallen, wenn er nicht so bescheiden gehandelt und stattdessen mehrere tausend Euro verlangt hätte“, schreibt die Polizei.

dpa

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