Beste Werbefilme gekürt

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Die 2000 Zuschauer wählten einen Spot zur Aids-Prävention aus der Schweiz.

Mannheim - Ein Spot der Baumarktkette Hornbach ist zum besten deutschssprachigen Werbefilm gekürt worden. Bei der Publikumswahl gewann ein Anti-Aids-Beitrag.

Rissige Wände, kaputte Bäder, aber auch Bankrott und Demokratie: All diese Probleme können die Kunden eines Baumarkts anpacken - gezeigt wird das im besten deutschsprachigen Werbespot. Eine Jury zeichnete den Spot der Baumarktkette Hornbach beim 13. Internationalen Werbefilmfestival “spotlight“ im Mannheimer Rosengarten mit Gold aus.

Bei der Publikumswahl fiel der von der Heimat Werbeagentur aus Berlin produzierte Spot allerdings durch: Die 2000 Zuschauer wählten stattdessen einen Spot einer nur achtsekündigen Reihe zur Aids-Prävention in der Schweiz. Er zeigt ein kurzes Aufeinandertreffen von Mann und Frau, dann eine Bettszene und fragt dann, ob es zu schnell für ein Kondom gewesen sei. Werbeagenturen und Studenten hatten in mehreren Kategorien insgesamt 211 Beiträge eingereicht - nach einer Vorauswahl wurden 66 von ihnen am Festivalabend gezeigt.

Uneinig waren sich Fachjury und Publikum auch beim Preis für die Studenten: Das 27-köpfige Gremium sprach sich für den Lada-Werbespot von Florian Dünzen von der Hochschule für Film und Fernsehen München aus, der das im Weltraum fliegende Auto und seine auf Englisch untertitelten Kosmonauten zeigt, die sich über die amerikanischen Kollegen lustig machen. Die Zuschauer wählten dagegen den Beitrag “Armut hat viele Geschichten“ von Isabel Prahl von der Kunsthochschule für Medien Köln aus. Darin erzählt ein kleiner Junge in der Schule in blumigen Worten von seinem schönsten Tag - während der Zuschauer parallel sieht, dass es sich um den Alltag einer armen Familie handelt.

Gleich mehrere Treffer landete Alexander Lehmann von der Fachhochschule Kaiserslautern mit seinem provokanten Animationsfilm “Du bist Terrorist“: Darin thematisierte er die aktuelle Debatte um die Vorratsdatenspeicherung und die Maßnahmen zur Terrorbekämpfung und gewann damit Jury-Gold und Publikums-Silber in der Kategorie für Spots, die fürs Internet oder das Handy produziert werden, sowie den Zukunftspreis der Hochschule Pforzheim. Publikums-Gold ging an einen Beitrag, der augenzwinkernd für den Frauenfußball wirbt. Bei den kommerziellen Spots in der Kategorie gab es Gold nur vom Publikum - die Jury verzichtete.

Den Titel holten sich die animierten “Roller Babies“, die für die Wassermarke Evian werben. Große Einigkeit herrschte bei Jury und Publikum in der Kategorie “no limits“, die neue Werbeformen würdigt: Hier siegte die laut Jury “hoch emotionale“ 50-jährige Geschichte einer Olympus Kamera anhand von schnell hintereinander gezeigten Fotos eines Protagonisten und seiner Entwicklung vom Kind zum älteren Mann.

dpa

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