Betrüger plündern Konten mit Miniüberweisungen

Hamburg - Das Bundesverbraucherministerium warnt: Betrüger haben eine neue Masche. Sie plündern Konten mit Hilfe von Miniüberweisungen. Doch es könnte auch zu Verwechslungen kommen.

Kontoinhaber aufgepasst: Das Bundesverbraucherministerium warnt einem Bericht zufolge vor betrügerischen Überweisungen von Minibeträgen. Wie der “Spiegel“ am Samstag vorab berichtete, überweisen die Täter den Betrag von einem Cent auf zufällige Zahlenkombinationen bei einem Geldinstitut.

Bleibt eine Fehlermeldung aus, wissen die Täter, dass sie ein existierendes Konto erwischt haben und beginnen, von diesem Konto höhere Beträge abzubuchen, wie das Magazin schreibt. Dazu wird etwa ein vermeintlicher Kauf oder eine angeblich beauftragte Dienstleistung angegeben.

Vorsicht vor Verwechslung!

Der Betrüger muss dem Bericht zufolge den Namen des Kontoinhabers nicht kennen. Die Bank prüfe auch nicht automatisch, ob der Kontoinhaber eine Einzugsermächtigung erteilt habe. “Verbraucher sollten ihre Auszüge regelmäßig prüfen, auf unerklärliche Ein-Cent-Überweisungen achten und ihrer Bank unberechtigte Abbuchungen melden“, sagte Staatssekretärin Julia Klöckner.

Allerdings hat demnach nicht jede Miniüberweisung einen kriminellen Hintergrund: Hilfsorganisationen und Online-Zahldienste nutzen diese Methode, um die Identität eines Spenders oder Kunden zu prüfen. Das Ministerium war am Samstag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

DAPD

Rubriklistenbild: © dpa

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