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Covid-19

Biontech startet erste Studie zu Omikron-Impfstoff: Sahin erklärt, wann er fertig ist und nennt großen Vorteil

Biontech-Gründer Ugur Sahin
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Biontech-Gründer Ugur Sahin spricht beim Richtfest für die neue Biontech "iNeST"-Produktionsstätte.

Einen Omikron-Impfstoff kündigte Biontech/Pfizer bereits für März 2022 an. Jetzt startet die erste klinische Studie zu dem speziellen Omikron-Impfstoff, der auch eine weitere Eigenschaft haben soll.

Mainz - Biontech* und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Der Impfstoffkandidat soll bei gesunden 18 bis 55-jährigen Erwachsenen auf Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit geprüft werden, teilten das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner am Dienstag mit.

Biontech/Pfizer: So läuft die erste klinische Studie zum Omikron-Impfstoff

Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden. Die erste Gruppe umfasst gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereits zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen. Die zweite, fast ebenso große Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten. Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

Test-Kohorten der Biontech/Pfizer StudieImpf-StatusImpfdosen im Rahmen der klinischen Studie
Erste Gruppe mit 600 Teilnehmernbereits zwei Impfdosen Biontech/Pfizer erhalten eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs
Zweite Gruppe mit 600 TeilnehmernGeboosterte eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs
Dritte GruppeUngeimpfte und bislang nicht an Covid-19 erkrankte Menschendrei Dosen des Omikron-Impfstoffs

Omikron-Impfstoff von Biontech/Pfizer - neuer Entwicklungsschritt im Fokus

„Impfstoffe bieten nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren Verläufen durch Omikron. Erste Daten weisen jedoch mittlerweile darauf hin, dass der Impfschutz gegenüber Infektionen sowie milden bis moderaten COVID-19-Erkrankungen schneller nachlässt als bei vorherigen SARS-CoV-2-Stämmen“, sagt Biontech-Chef Ugur Sahin* laut einer aktuellen Pressemitteilung.

Zudem erklärte Biontech-Chef: „Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen ähnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig länger anhält.“

Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen haben. Biontech hatte erklärt, dass die beiden Unternehmen „bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen“. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält.

Omikron lässt in Deutschland die Infektionszahlen explodieren. Ungeimpfte können sich bald mit Novavax gegen Corona impfen lassen. Der Termin für die Lieferung der ersten Impfdosen steht jetzt fest. (dpa/ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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