Herbst-Depression adé

So kommen Sie glücklich durch den November

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Die meisten frösteln schon beim Gedanken an den November. Dabei hat der vermeintlich triste Monat so einiges zu bieten - und stellt seine Nachbarn Oktober und Dezember in mancherlei Hinsicht sogar in den Schatten.

Berlin - Die meisten frösteln schon beim Gedanken an den November. Dabei hat der vermeintlich triste Monat so einiges zu bieten - und stellt seine Nachbarn Oktober und Dezember in mancherlei Hinsicht sogar in den Schatten.

Dauergrau, Regen und zäher Nebel: Er kann hässlich sein, der November. Gesichtslos scheint er - irgendwo zwischen goldenem Oktober und weihnachtlichem Dezember. Dabei ist der Übergangsmonat ziemlich unterschätzt:

GLÜHWEIN OHNE FROSTBEULEN: Weihnachtsmärkte dürfen erst kurz vor dem 1. Advent öffnen, Glühwein gibt es aber schon im November: In Berlin stehen die ersten Buden zum Beispiel an der Winterwelt am Potsdamer Platz, ein süddeutsches Pendant mit Eislaufbahn und Punsch öffnet an diesem Freitag (8.)in Stuttgart. Frostbeulen muss dabei im Gegensatz zu den Minusgraden im Dezember aber niemand fürchten.

JUNGES GEMÜSE: Die ausgehöhlten Kürbis-Gesichter sind mittlerweile zu einer hässlichen Fratze vertrocknet? Und die orange Suppe mag auch niemand mehr sehen? „Im November ist der Kohl ganz oben auf der Gemüseliste“, heißt es beim deutschen Bauernverband. Vor allem die Norddeutschen gehen dann auf die traditionellen Grünkohl-Wanderungen - und stärken sich zum Schluss mit Gerichten rund um das grüne Gewächs.

KINO-FREUDEN: Bis Oktober saß man abends lieber im Biergarten, im Dezember lockt nach Feierabend der Weihnachtsmarkt. Die beste Zeit für einen Kinobesuch ist ganz klar im November: Mit Woody Allens „Blue Jasmine“ läuft in dieser Woche sogar der passende Film zum November-Blues an.

POSTKARTENIDYLL: Durch die noch bunten Wälder ziehen sanft die Nebelschwaden - und beim Blick darauf wird der Betrachter nicht vom stechenden Licht der Sonne geblendet, sondern maximal leicht gewärmt.

ICH GEH MIT MEINER LATERNE: ...und meine Laterne mit mir. Wenn am 11. November der Martinstag gefeiert wird, ziehen Kinder mit selbst gebastelten Laternen und Lampions durch die Straßen. Wer nicht selbst mitgeht, kann sich an der Fensterscheibe die Nase platt drücken - und das Lichter-Spektakel im Warmen verfolgen.

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SCHICK IN STRICK: Die beste Zeit für lässige Strickjacken ist jetzt. Musste man im Oktober darin oft noch schwitzen, verschwinden sie im Winter wieder unter dicken Daunenjacken. Im November kann man sich darin beim Herbstspaziergang so richtig schön einkuscheln.

SCHLUSS MIT SCHLECHTEM GEWISSEN: Eigentlich müsste man jetzt in den Park, Sport machen. Oder das gute Wetter für einen Ausflug nutzen. Oder den Rasen mähen. Oder Weihnachtsgeschenke kaufen. Nicht so im November: All das ist jetzt nicht mehr oder noch nicht wichtig. Und überhaupt: Ein paar Kilos mehr sieht unter dicken Kuschelpullis ja sowieso niemand. Ein Monat ganz ohne schlechtes Gewissen.

POSITIVE ÜBERRASCHUNG: Der November teilt den Vorteil aller Unterschätzten: Er kann nur positiv überraschen - zum Beispiel durch unerwarteten Sonnenschein oder einen geschenkten Adventskalender am Ende des Monats. Und wen der November-Blues trotzdem übermannt, der wird am Süßwarenregal fündig: „Je näher Weihnachten kommt, desto eher findet man dort Weihnachtsmänner und Co“, sagt ein Sprecher des Handelsverbands. „Damit kann man den Frust vielleicht wegessen.“

dpa

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