Todesdrama in Köln

Bayreuther Uni-Präsident stirbt beim Joggen

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Bayreuth - Der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Rüdiger Bormann, ist bei einem Unfall in Köln ums Leben gekommen. Bundesweite Bekanntheit hatte er im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg erlangt.

Wie die Uni am Montag mitteilte, wurde er beim Joggen von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt.

Nach Angaben der Polizei hatte der 60-Jährige am Sonntagnachmittag einen Gleisübergang bei Rotlicht überquert und die Bahn nicht bemerkt. Vier Menschen, die den Unfall beobachtet hatten, erlitten einen Schock.

Bormann hatte 1979 an der Universität Göttingen auf dem Gebiet der Metallphysik promoviert. Nach einer Forschungstätigkeit im Ausland lehrte er 20 Jahre lang als Professor für Metallphysik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Seit April 2009 war er Präsident der Universität Bayreuth.

Bei der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) überzeugte Bormann nach Angaben der Hochschule „durch sachorientiertes und auf Transparenz bedachtes Management“. Anschließend habe er eine Reform der Doktorandenausbildung angestoßen, um die Qualitätssicherung zu verbessern.

Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) würdigte Bormann als dynamischen und hoch geschätzten Universitätspräsidenten: „Den Ausbau der Universität im Zuge des doppelten Abiturjahrgangs hat er optimal gestaltet und mit seiner weitsichtigen Berufungspolitik herausragende Wissenschaftler nach Bayreuth geholt“, sagte Heubisch laut Mitteilung. Zudem habe Bormann mit der Technologieallianz Oberfranken eine modellhafte Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ins Leben gerufen.

dpa

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