Brandserie auf Sylt: Erste Hinweise auf Feuerteufel

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Feuerwehrleute kämpfen am Montag (16.08.2010) auf Sylt gegen einen Brand. Mehrere Brände hielten die Feuerwehr nach Gewittern auf der Nordseeinsel Sylt in Atem.

Sylt - Nach der Brandserie auf Sylt mit vier Verletzten und Schäden in Millionenhöhe haben sich die Hinweise auf eine Brandstiftung verdichtet.

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“Es ergaben sich erste Hinweise, denen nachgegangen wurde“, sagte die Husumer Polizeisprecherin Kristin Stielow. Bislang hätten die Fahnder jedoch noch keine Verdächtigen im Visier. Medienberichte, wonach es bereits Festnahmen gegeben habe, dementierte sie. In der Nacht zum Montag waren auf der Nordsee-Insel mehrere Feuer ausgebrochen. Besonders stark betroffen waren die Volkshochschule Klappholttal zwischen Kampen und List, wo das Hauptgebäude komplett abbrannte, und ein Hotel in Wenningstedt, das ebenfalls evakuiert werden musste. Wegen der Brände mussten rund 350 Menschen die Nacht in einer Halle auf dem Sylter Flughafen verbringen.

In der Nacht zum Dienstag blieb es für die zehn Sylter Ortsfeuerwehren ruhig. Es gab keine weiteren Brände. Mittlerweile unterstützen acht Experten der Kriminalpolizei aus Flensburg, Niebüll und Husum sowie des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamtes die Polizei auf Sylt bei den Ermittlungen und der Spurensicherung. Insgesamt seien es knapp zwei Dutzend Ermittler, die Brandorte absuchten und Zeugen befragten, sagte Stielow. Gutachter sollen die entstandenen Schäden genauer bewerten.

dpa

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