Video: Gondel-Insasse schildert Brauneck-Drama

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Lenggries - Drama bei der Bergbahn am Brauneck: Nach einem Seilbruch hingen 43 Menschen bei eisigen Temperaturen zweieinhalb Stunden in Gondeln fest. Gegen Mittag waren alle Passagiere wieder auf festem Boden.

Nach ersten Informationen kam es am Dienstagvormittag zu einem Seilbruch während des Betriebs. Bestätigt wurden diese Angaben bislang noch nicht. Die Bahn fiel komplett aus. Da sich die Störung kurzfristig nicht beheben ließ, mussten die 43 Fahrgäste auf der Strecke ausharren. Die Personen befanden sich seit etwa 10 Uhr in den Gondeln. Es handelt sich bei ihnen um Kinder und Erwachsene aus der Region zwischen 10 und 66 Jahren.

Bilder der Rettung

Bergdrama am Brauneck: Bilder der Rettung

Hubschrauber retteten die Menschen

Die meisten seien mit Seilen aus den Gondeln befreit worden, in der Nähe der Talstation seien aber auch Drehleitern der Feuerwehr zum Einsatz gekommen, teilte die Polizei mit. Einige Passagiere mussten per Hubschrauber gerettet werden, weil sich die Bergung in der Mitte der Bahn schwieriger gestaltete. Gegen 12.30 Uhr hatten alle Passagiere wieder festen Boden unter den Füßen.

Nach der Befreiung aus den Gondeln wurden die Fahrgäste zum Teil mit Fahrzeugen ins Tal gebracht. Dort kümmerten sich unter anderem Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) um die Geretteten. Wer mit Skiern in der Bahn unterwegs war, konnte die Tal-Fahrt sogar selbst auf den Brettern antreten. Ein Polizeisprecher sagte, es habe keine Panik unter den Fahrgästen gegeben. Verletzt wurde niemand.

Gondel fuhr auf andere Gondel auf

Ursache der Störung war offenbar ein "technischer Defekt", so die Polizei. Mit fatalen Folgen: Drei Gondeln fuhren einander auf. Die ganze Bergbahn kam zum Stehen. Die 43 Menschen hingen in rund 30 Gondeln entlang der Strecke fest.

Im Rettungseinsatz waren die Bergwacht Lengries und Bad Tölz mit 30 Mann, ein BRK-Rettungswagen mit Notarzt, die Freiwillige Feuerwehr Lenggries mit 10 Mann und etwa 60 Einsatzkräfte der Polizei. Zur Bergung werden eingesetzt zwei Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber.

Die 1957 erbaute und mehrfach erneuerte Bahnanlage befördert pro Jahr rund 100.000 Gäste. Die Seilbahnaufsicht bei der Regierung von Oberbayern soll zusammen mit dem TÜV Süd die genaue Ursache für den Nothalt ermitteln. Vermutlich werde die Bahn auch am Mittwoch noch geschlossen bleiben, hieß es.

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