Bundesbank dementiert: Lösegeld im Fall Bögerl

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Die Bundesbank dementiert, dass die Beschaffung von Lösegeld im Fall Maria Bögerl an den Öffnungszeiten der Ulmer Filiale gescheitert ist.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bundesbank hat Berichte dementiert, wonach die Beschaffung von Lösegeld für die entführte Maria Bögerl an der Mittagspause ihrer Filiale in Ulm gescheitert sein soll.

Die Bundesbank-Filiale sei am 12. Mai zur Mittagszeit geschlossen gewesen, hatte “Stern.de“ am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet. Am Dienstag teilte die Bundesbank in Frankfurt mit, “dass die Filiale Ulm für professionelle Bargeldakteure, zu denen neben den Wertdienstleistungsunternehmen auch Kreditinstitute gehören, in der Zeit von 07.15 Uhr bis 16.30 Uhr durchgängig geöffnet ist“. Weiter heißt es in der Mitteilung: “Lediglich für private Laufkundschaft, die zum Beispiel D-Mark Bargeld in Euro umtauschen will, schließt die Filiale um 13.00 Uhr.“

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Nähere Einzelheiten könnten wegen der laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht genannt werden. Der Täter hatte den Ehemann der entführten 54-Jährigen, den Heidenheimer Sparkassendirektor Thomas Bögerl, am Vormittag um 11.25 Uhr angerufen und 300.000 Euro gefordert. Das Lösegeld sollte um 14.00 Uhr an der Autobahn 7 bereitliegen. Bögerl handelte eine Stunde mehr aus und versprach, das Geld bis 15.00 Uhr dort abzulegen. Tatsächlich wurde es dann 15.27 Uhr. Der Entführer holte das Geld nicht ab. Am 5. Juni fand ein Spaziergänger unweit dieser Stelle die Leiche der Entführten, die erstochen wurde.

dapd

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