Muslima legt Revision ein

„Burkini-Streit“ kommt vors Bundesgericht

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Kassel - Mit dem „Burkini-Streit“ um den Schwimmunterricht für ein muslimisches Mädchens muss sich demnächst wahrscheinlich das Bundesverwaltungsgericht auseinandersetzen.

Der Anwalt der Familie kündigte an, Revision gegen das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH; Az: 7 A 1590/12) einzulegen. Dies habe er mit den Eltern entschieden, sagte er am Freitag.

Die Schülerin aus Frankfurt/Main war Ende September vor dem VGH mit der Forderung gescheitert, aus religiösen Gründen vom koedukativen Schwimmunterricht befreit zu werden. Das Mädchen hatte feststellen lassen wollen, dass sie im abgelaufenen Schuljahr zu Unrecht nicht vom Schwimmunterricht befreit worden war. Mit der Revision wolle das Mädchen erreichen, dass sie in der 9. Klasse nicht am Schwimmunterricht teilnehmen müsse, sagte der Anwalt.

Das Tragen eines „Burkinis“ sei ihr als „milderes Mittel“ möglich gewesen, hatte der VGH urteilt. Andere Oberverwaltungsgerichte haben in vergleichbaren Fällen ähnlich geurteilt. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Frage war eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht (Leipzig) zugelassen worden. Der als Burkini bezeichnete Badeanzug entspricht den Bekleidungsvorschriften des Islams. Diesen hatte die Muslima aber abgelehnt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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