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„Wir haben Impfstoff, mehr als genug“

Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter rasant an: Spahn wirbt für Booster-Impfungen

Der Anstieg der Corona-Zahlen in Deutschland setzt sich weiter fort. Spahn wirbt nun für Auffrischungsimpfungen – und hat die dritte Spritze bereits erhalten.

Berlin - Die Corona*-Zahlen in Deutschland steigen weiter rasant an. Am Freitagmorgen (29. Oktober) meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 24.668 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das sind knapp 5000 mehr als noch am vergangenen Freitag (22. Oktober, 19.572 neue Corona-Fälle). Zudem wurden 121 neue Todesfälle verzeichnet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 139,2 an. Am Vortag lag der Wert noch bei 130,2, vor einer Woche bei 95,1. In Bayern ist der Wert aktuell höher als je zuvor.

Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter: Spahn wirbt für Auffrischungsimpfungen

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat indes zu Corona-Auffrischungsimpfungen aufgerufen. Am Donnerstag (28. Oktober) erhielt er selbst die zusätzliche Spritze*. „Ich werbe dafür, dass viele andere das auch tun“, erklärte der CDU-Politiker in einer Twitter-Mitteilung des Ministeriums. „Boostern (Verstärken) Sie Ihren Impfschutz für den Winter.“

Am Mittwoch (27. Oktober) wurde mit erstmals mehr als 100.000 Auffrischungsimpfungen ein neuer Tagesrekord erzielt, wie Spahn erläuterte. Laut RKI* waren es 102.400, so dass insgesamt 1,8 Millionen Menschen in Deutschland eine Impf-Verstärkung erhalten haben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei seiner Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus.

Eine Auffrischungsimpfung sei bislang für Menschen über 60 Jahren empfohlen, sagte Spahn am Freitagmorgen im rbb-Inforadio. Seiner Meinung nach sollten die Bundesländer diese Menschen auch nochmal schriftlich einladen. Dafür wolle er nächste Woche bei der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau werben.

Corona in Deutschland: „Wir haben Impfstoff, mehr als genug“

Empfohlen werde eine Auffrischimpfung aber auch für Menschen, die pflegebedürftig seien oder bestimmte Vorerkrankungen hätten, die im Gesundheitswesen arbeiteten oder mit den Corona-Impfstoffen von Astrazeneca* oder Johnson & Johnson* geimpft worden seien. Für alle anderen sei das aber auch möglich. „Wir haben Impfstoff, mehr als genug“, sagte Spahn.

Auf die Nachfrage, dass es mittlerweile wieder Alarmrufe aus Krankenhäusern gebe und ob er die Sorge teile, erklärte Spahn: Dass die Corona-Zahlen* steigen, sei für den Herbst und Winter erwartet worden. „Wichtig ist jetzt, dass wir die Belastung in den Intensivstationen in den Krankenhäusern nicht zu stark steigen lassen. Dass wir wieder vorsichtiger, achtsamer miteinander sind.“

Dazu gehöre das Boostern, also das Auffrischen von Corona-Impfungen*. „Dazu gehören Schutzkonzepte für die besonders Verwundbaren, das sind die Pflegeeinrichtungen“, sagte Spahn. Er werbe bei den Bundesländern sehr dafür, dass alle wieder Testkonzepte für Pflegeeinrichtungen verpflichtend machten – übrigens dann auch für Geimpfte, denn sie arbeiteten mit besonders Verwundbaren. Spahn ist nach der Bundestagswahl noch geschäftsführend als Gesundheitsminister im Amt. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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