Volker Rohm nennt Beispiele

Regeln: Darum griff Hardheims Bürgermeister durch

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Hardheim - Seine "Benimmregeln" sorgten für viel Furore: Volker Rohm, Bürgermeister der kleinen Gemeinde im Odenwald. Nun rechtfertigt er sich für sein teils klischeehaftes Vorgehen:

"Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann", begann der Text, den Bürgermeister Volker Rohm (Freie Wähler) auf der Homepage seiner beschaulichen Gemeinde Hardheim im Odenwald veröffentlichte. Seine Zeilen sorgten für jede Menge Furore - kein Wunder: stellte er doch Benimmregeln für Flüchtlinge auf.

Rund 1000 Neuankömmlinge beherbergt die 6800-Einwohner-Gemeinde.

So nett der Text auch beginnt, so schnell rutscht er in klischeehaftes Denken ab: Den Flüchtlingen wird "ans Herz gelegt" Waren erst zu bezahlen, bevor sie geöffnet werden. Den männlichen Asylbewerbern wird der Umgang mit deutschen Mädchen erklärt: "Junge Mädchen fühlen sich durch Ansprache und Erbitte von Handy-Nr. und facebook- Kontakt belästigt und wollen auch niemanden heiraten." Um einem möglichen Müllproblem direkt entgegenzuwirken betont Volker Rohm, wie Abfall in Deutschland beseitigt wird.

Sein "Leitfaden" schlug hohe Wellen - nun rechtfertigt sich der Bürgermeister und gab der BILD ein Exklusiv-Interview.

Darum wurden die Verhaltensregeln aufgestellt

"Das sind keine Benimmregeln, das soll kein moralischer Zeigefinger sein." Darauf besteht Volker Rohm. Gemeinsam mit dem Betreiber der Flüchtlingsunterkunft wurden die Verhaltensgrundsätze aufgestellt.

Klagen der Bewohner führten zu Leitfaden

Der Leitfaden für die Flüchtlinge, erstellt von Bürgermeister Volker Rohm.

Volker Rohm betont, dass der Leitfaden nicht einfach so aus der Luft gegriffen wurden. Sie sollen eine Zusammenfassung dessen sein, was im täglichen Zusammenleben zwischen Betreibern und Security transportiert wird - "worüber es Klagen gab im Bürgerbüro", betont das Gemeinde-Oberhaupt.

Er nennt einige Beispiele, wie zum Beispiel den Missbrauch der öffentlichen Toilette im Ort oder einen Flüchtling, der Friedhofsbesuchern anbot, gegen eine Spende die Gräber zu wässern. Der Bürgermeister weiß aber, dass dies wohl nett gemeint war und betont des Öfteren, wie groß die Helferkultur in seinem Dorf ist.

Dennoch: Im Zusammenleben mit 1000 Flüchtlingen kann es nun mal zu Spannungen kommen. Rohms Verhaltensempfehlungen sollen seinen Aussagen nach lediglich eins: Deeskalieren. Den Flüchtlingen wurden sie ebenfalls mit auf den Weg gegeben.

bp

Quelle: rosenheim24.de

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