Demjanjuk-Prozess beginnt am 30. November

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Ein Passfoto des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers John Demjanjuk.

München – Der mutmaßlich letzte große NS-Kriegsverbrecherprozess beginnt nach Informationen des Münchner Merkur am 30. November in München.

Angeklagt ist der gebürtige Ukrainer John Demjanjuk, der von Ende März bis Mitte September 1943 als Wachmann („Trawniki“) im Vernichtungslager Sobibor an der Ermordung von fast 28 000 Juden beteiligt gewesen sein soll. Für dem Prozess sind bis jetzt 35 Verhandlungstage terminiert, er wird sich bis mindestens Mai 2010 erstrecken.

Bilder: Die Abschiebung des NS-Verbrechers Demjanjuk

Die Abschiebung des NS-Verbrechers Demjanjuk

Zu Beginn sind drei aufeinanderfolgende Sitzungstage angesetzt (30. November bis 2. Dezember), dabei soll die Anklageschrift verlesen und medizinische Sachverständige zur Verhandlungsfähigkeit des 89-jährigen Angeklagten gehört werden.

Der Prozess wird im Strafjustizzentrum stattfinden, nicht in der Justizvollzugsanstalt. Ein wichtiger Zeuge soll am 19. und 21. Januar befragt werden: Der heute in den USA lebende Holocaust-Überlebende Thomas Blatt (82) konnte aus Sobibor nach einem Häftlingsaufstand fliehen. „Herr Blatt ist froh, dass es endlich losgeht, und hofft ein zügiges und faires Verfahren“, sagte sein Münchner Anwalt Stefan Schünemann. Ein zweiter Zeuge ist Jules Schelvis, ein holländischer Überlebender.

mm

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