Veröffentlichung der Bergunfallstatistik 2016/2017

28 Prozent weniger Todesfälle: Bergsport so sicher wie nie

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Deutschland - Der Deutsche Alpenverein (DAV) veröffentlicht seine Bergunfallstatistik und hat gute Nachrichten. Die Anzahl der tödlichen Unfälle ist um 28%, auf ein neues Rekord-Tief gesunken!

Die Statistik des Deutschen Alpenvereins zeigt in den Jahren 2016/2017 einen Anstieg auf 1878 gemeldete Notfälle, jedoch gleicht sich die Zahl durch den Anstieg der Mitglieder wieder aus. Damit sinkt das Notfallrisiko bei den Mitgliedern des DAV um 2,7 Prozent.

Bei 61 Unfällen mit 71 Todesfolgen fällt die Quote sogar um ganze 28 Prozent und erreicht damit ein neues Rekord-Tief seit Beginn der DAV-Bergunfallstatistik in den 1950er Jahren.

Gründe für den Rückgang:

Ganz einfach: Mittlerweile hat fast jeder Bergsportler ein Handy in seinem Rucksack mit dem im Notfall schnell ein Notruf abgesetzt werden kann. Früher haben Bergsportler selbst versucht sich aus brenzligen Situationen zu befreien, oft mit schweren Unfällen oder Tod zur Folge. 

Jeff Freiheit

Bedenklich ist jedoch, dass es sich bei 33 Prozent der Notfälle beim Wandern um Blockierungen handelt. Blockierungen sind laut DAV Situationen, aus denen sich die Betroffenen nicht selbst befreien können, obwohl sie unverletzt sind. Vermutungen legen nahe, dass die Gründe dafür häufig Selbstüberschätzung und die falsche Tourenwahl sind.

Tödliche Unfälle in der Region 2018

Trotz des sinkenden Risikos im Bergsport in den vergangenen Jahren, kommt es immer wieder zu tragischen Unglücken in den bayerischen Alpen. Auch in unserer Region gab es in den letzten Wochen tödliche Unfälle. 

Nachdem die offizielle Suche von dem vermissten Wanderer Jeff Freiheit eingestellt wurde, fand sich eine Gruppe von Freiwilligen zusammen, die diese fortsetzten. Ende August fanden die Helfer den Kanadier tot am Fuße eines Wanderwegs.

79-jähriger Wanderer an der Höllenbachklamm zusammengebrochen

Am 8. September wurde die Bergwacht Bad Reichenhall zur Höllenbachalm gerufen. Ein 79-jähriger Wanderer war dort zusammengebrochen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen konnten den Mann leider nicht zurückholen. 

Am Alpensteig kam es zu einer wahren Tragödie, als ein Familienvater stolperte und 50 Meter in die Tiefe stürzte. Die Tochter setzte mit ihrem Handy einen Notruf ab. Ein Tiroler Rettungshubschrauber brachte den Verletzten ins Krankenhaus, wo der 78-Jährige an den Folgen des Unfalls verstarb.

aks (mit Material vom DAV)

Quelle: rosenheim24.de

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