Doppelmord: Angeklagter will aussagen

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Der Angeklagte will sich am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit äußern.

Göttingen - Der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde, Jan O., will am kommenden Dienstag vor dem Landgericht Göttingen eine Aussage machen. Das Urteil wird erst für den 21. Juli erwartet.

Der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde will am Dienstag (17. Mai) vor dem Landgericht Göttingen aussagen. Zu dem Termin werde aber voraussichtlich die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da der Angeklagte angekündigt habe, andernfalls keine Angaben zu machen, teilte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag mit.

Zunächst werde sich sein Mandant nur zu seiner Person und seinem Lebenslauf äußern, sagte der Anwalt Markus Fischer auf dapd-Anfrage. Ob er auch Angaben zur Tat mache, sei noch unklar. Warum Jan O. nicht öffentlich aussagen will, konnte Fischer nicht sagen. Möglicherweise sei es ihm aber unangenehm.

Urteil erst Ende Juni

Durch die angekündigte Aussage und ein noch ausstehendes Gutachten wird sich der Prozess etwa um einen Monat verzögern. Ein Urteil wird nun voraussichtlich erst am 21. Juni gesprochen.

Bislang ist vor dem Gericht nur das schriftliche Geständnis des 26-jährigen Jan O. verlesen worden. Er steht vor Gericht, weil er im November vergangenen Jahres im niedersächsischen Bodenfelde die 14-jährige Nina erstochen und den 13-jährigen Tobias erwürgt haben soll.

In dem 19-seitigen Geständnis, das er mehrere Monate nach den Taten in Haft angefertigt hat, schildert Jan O. grausame Details seiner Verbrechen und räumt auch kannibalistische Handlungen ein. Am Freitag (13. Mai) soll der Prozess zunächst mit der Vernehmung der Mutter des Angeklagten fortgesetzt werden.

dapd

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