Drahtzieher des Pokerraubs geschnappt

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Polizei schnappt mutmaßlichen Drahtzieher des Berliner Pokerraubs.

Berlin - Knapp drei Monate nach dem Berliner Pokerraub im Luxushotel Hyatt hat die Polizei den mutmaßlichen Drahtzieher des Coups gefasst. Damit sind nun sechs mutmaßliche Täter in Haft.

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Zielfahnder des Landeskriminalamts verhafteten in der Nacht zu Freitag in Kreuzberg einen 31-jährigen Berliner, als dieser mit seinem Wagen an einer Ampel wartete. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Insgesamt sind nun sechs mutmaßliche Pokerräuber gefasst. Ihnen wird vorgeworfen, am 6. März ein Pokerturnier in einem Luxushotel am Potsdamer Platz überfallen und 242 000 Euro erbeutet zu haben. Ob weitere Tatverdächtige gesucht werden, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Vom Großteil der Beute fehle weiterhin jede Spur.

Der 31-Jährige soll den aufsehenerregenden Raub initiiert haben. “Das ist schon ein großes Kaliber“, sagte Steltner. Allerdings hatten die Behörden schon nach der Festnahme eines 28-Jährigen zwei Wochen nach der Tat davon gesprochen, den Drahtzieher erwischt zu haben.

Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte nach dem Raubzug gesagt, die Chancen, die Täter schnell zu fassen, stünden nicht schlecht. Zunächst waren die Ermittler von vier Tätern ausgegangen. Im Zentrum der Ermittlungen standen zwei verfeindete arabische Großfamilien, die im kriminellen Milieu mitmischen sollen.

Die bewaffneten Täter waren damals mitten in das größte Pokerturnier Deutschlands geplatzt und hatten Panik und Chaos ausgelöst. Bei Handgreiflichkeiten mit Sicherheitsleuten verloren die Räuber einen Großteil ihrer Beute. Das Preisgeld des Turniers, das mehrere Tage dauerte, lag bei einer Million Euro. Vor dem Überfall hatten auch Boris Becker und die Moderatorin Charlotte Roche am Tisch gesessen.

dpa

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