Eine Tonne toter Fisch nach Milchbauern-Protest

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An Rettungsbecken für Goldfische aus dem Teich vom Kloster Helfta in Eisleben steht Schwester Gratia.

Eisleben - Der Protest von Milchbauern während der Agrarministerkonferenz in Eisleben hat ein Fischsterben ausgelöst und ein juristisches Nachspiel.

Aus dem Teich am Kloster Helfta wurde seit Samstag rund eine Tonne toter Fische geborgen, die vermutlich wegen der von den Bauern ausgekippten Milch verendeten. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Montag sagte. Wer für den Schaden und die Kosten des Feuerwehreinsatzes aufkommt, war noch unklar.

In dem Teich lebten Goldfische und auch Kois, die als besonders wertvolle Fische gelten. Allein der Tod der Goldfische verursachte einen Schaden von rund 10 000 Euro.

Am Freitag hatten Landwirte aus Protest gegen die niedrigen Milchpreise mehrere zehntausend Liter Milch aus Güllefahrzeugen vor das Kloster Helfta bei Eisleben gekippt, in dem die Minister aus Bund und Ländern tagten. Die Milch gelangte über die Kanalisation in den Teich der Anlage. Seit Samstag wurden rund 1,5 Tonnen Fisch geborgen, eine Tonne davon waren Fischkadaver, wie ein Polizeisprecher in Eisleben sagte.

dpa

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