Einsturzgefahr - Wiesbadener Mietshäuser geräumt

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Wiesbaden/Essen - Mehr als 50 Menschen haben in Wiesbaden ihre Wohnungen wegen Einsturzgefahr in kurzer Zeit räumen müssen.

Die 47 Mietparteien wurden wegen Rissen in den Gebäuden bereits am Dienstag aufgefordert, die Häuser bis zum nächsten Tag zu verlassen. Einem Gutachter zufolge hätten die Risse die Tragkraft der Decken vermindert, berichtete das private Wohnungsunternehmen Gagfah GmbH am Donnerstag in Essen. Die Immobilienfirma betonte aber: “Die Mieter waren zu keinem Zeitpunkt in ihren Wohnungen gefährdet.“

Die Wohnblocks stammen nach Angaben des Unternehmens aus dem Jahr 1951. In den Häusern lebten nach Angaben einer Gagfah-Sprecherin vor allem Alleinstehende.

Am Donnerstag sollte zusammen mit der Stadt Wiesbaden geklärt werden, wie standsicher die Häuser noch sind. Es werde geprüft, ob die Gebäude saniert werden können oder abgerissen werden müssen, teilte die Gagfah mit. Wann darüber entschieden wird, lasse sich derzeit nicht abschätzen.

Eine mögliche Sanierung wäre aber “äußerst komplex und sehr kostenaufwendig“. Das Unternehmen brachte die Betroffenen vorerst in Hotels unter und versprach ihnen, Ersatz-Wohnungen zu besorgen. Auch die Umzugskosten würden erstattet.

Die Gagfah hat nach eigenen Angaben bundesweit rund 170 000 Wohnungen und verwaltet weitere 20 000 im Auftrag Dritter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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