Rinder-Massaker: 21 Bullen abgeschossen

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Elmshorn - Es war ein Bild des Grauens, als die Jäger fertig waren: 21 Rinder lagen erschossen und blutend auf dem Boden. Die Anordnung dazu kam vom Ordnungsamt!

Tierschützer sind auf den Barrikaden, das Ordnungsamt versucht zu rechtfertigen: Im Schleswig-Holsteinischen Elmshorn (Kreis Pinneberg) wurden 21 Rinder erschossen. Die Tiere waren am Dienstag von ihrer eingezäunten Weide ausgebüxt, liefen unkontrolliert in Richtung einer größeren Straße. Versuche, die Tiere zurückzudrängen oder gar einzufangen, blieben erfolglos. In Absprache mit dem Kreisveterinäramt und weiteren Experten gab Rainer Schattauer, Leiter des Ordnungsamts, schließlich den Tötungsbefehl - das Risiko, dass die Tiere auf die nahegelegene Autobahn A23 laufen, sei zu groß gewesen.

Fünf Jäger werden schließlich bestellt, die Tiere zu töten. Das Massaker dauert 45 Minuten, dann sind alle 21 Bullen erschossen. "Wir haben keine andere Lösung gesehen. Die Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen. Es war ein Bild des Grauens", so der Leiter des Ordnungsamts.

Gerüchten, dass die Weidezäune an mehreren Stellen kaputt gewesen sein sollen, widerspricht der Halter der Rinderherde heftig. Jemand hätte das Gatter geöffnet - deshalb seien die Tiere ausgebüxt. Der Leiter des Ordnungsamts berichtet indes verschiedenen Medienberichten zufolge davon, dass sich die Beschwerden über die Rinder häuften - sogar eine Radfahrerin soll nur wenige Tage zuvor von einem Bullen bedroht worden sein.

Während Tierschützer die Tötungsmaßnahme scharf kritisieren, prüft der Kreis Pinneberg nun, ob von Seiten des Halters Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Twitter

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