Endspurt zum Lotto-Jackpot

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Der Lotto-Jackpot wird ausgeschüttet auch, wenn niemand ihn geknackt hat.

Stuttgart - 3, 4, 23, 30, 43, 44 und die Superzahl 6 - das sind die Lotto-Glückszahlen vom Mittwoch. Wer richtig getippt hat, ist um rund 30 Millionen Euro reicher.

Doch der viertgrößte Jackpot in der deutschen Lotto-Geschichte wird in jedem Fall geknackt: Sollte erneut niemand die richtigen Zahlen haben, kommt es zur Zwangsausschüttung. Der Jackpot wandert dann in die nächst niedrigere Gewinnklasse, bei der die richtige Superzahl nicht mehr nötig ist. Sechs Richtige würden dann für einen Gewinn ausreichen.

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Es wäre die erste Zwangsausschüttung in der deutschen Lotto-Geschichte. Angesichts der garantierten Ausschüttung der rund 30 Millionen Euro verstärkte sich der Andrang der Tipper noch einmal, wie der Sprecher des Deutschen Lotto- und Totoblocks, Klaus Sattler, mitteilte. Der bundesweite Spieleinsatz für die Mittwochsziehung habe nach ersten Schätzungen bei rund 80 Millionen Euro gelegen, erklärte er. Dies seien etwa 85 Prozent mehr als bei der Ziehung am vergangenen Mittwoch. “Je näher die Ziehung rückt, desto größer der Andrang an den rund 24.000 Lotto-Annahmestellen in Deutschland“, sagte Sattler.

Der Jackpot wurde zuletzt Anfang August ausgeschüttet. In den zwölf Ziehungen seither gab es insgesamt 46 Lotto-Sechser. In den mehr als 50 Jahren des Lottos 6 aus 49 gab es insgesamt 1.700 Millionengewinne (in Euro gerechnet), wie der Sprecher auf Anfrage mitteilte. Darunter waren fünf Einzelgewinne über 20 Millionen und 37 Einzelgewinne über 10 Millionen Euro.

Kritik am Jackpot

Unterdessen wurde auch Kritik an dem Lotto-Jackpot laut. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung äußerte Bedenken, dass mit der Jackpot-Hysterie die Spielsucht steige. “Grundsätzlich stellt eine solch hohe Jackpot-Summe eine große Verlockung dar“, sagte der Referatsleiter Suchtprävention, Peter Lang, der “Leipziger Volkszeitung“. Auch Menschen, die bislang nicht Lotto spielten, fühlten sich plötzlich von der Aussicht auf den vermeintlichen Traumgewinn angesprochen und tippten ohne großes Nachdenken. Zwar breche die ganz große Euphorie nach der Jackpot-Ausschüttung in der Regel zusammen. Dennoch empfahl auch Suchtexperte Lang eine Jackpot-Begrenzung. “Wir sollten über eine verbindliche Lottogewinn-Obergrenze ernsthaft nachdenken, um diese Verlockung zu begrenzen“, sagte Lang.

Dabei würde nach Erkenntnissen der Bundeszentrale selbst ein Höchstgewinn von 10 oder 15 Millionen normale Bedenken von Nichtspielern verdrängen und sie zum Ausfüllen von Tippscheinen animieren. Die höchste Gewinnsumme in diesem Jahr lag bei 35 Millionen Euro. Sie hatte im Januar Millionen Bundesbürger in die Annahmestellen gelockt; den Gewinn teilten sich zwei Glückspilze aus Bayern und Niedersachsen. Der bisher größte Gewinntopf in der Lotto-Geschichte betrug 45,38 Millionen im Dezember 2007.

AP

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