Entführung in Heidenheim: Polizei tappt im Dunkeln

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Fünf Tage nach der Entführung einer Bankiers-Ehefrau in Heidenheim suchen die Ermittler weiter nach einer heißen Spur. Von Maria B. fehlt ein Lebenszeichen.

Heidenheim - Fünf Tage nach der Entführung einer Bankiers-Ehefrau in Heidenheim suchen die Ermittler weiter nach einer heißen Spur. Von Maria B. fehlt ein Lebenszeichen.

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Die Polizei hat einen ersten Verdächtigen wieder freigelassen, und auch die Suche mit Hunden rund ums ostschwäbische Heidenheim hat am Wochenende keinen Erfolg gebracht. Die entführte 54 Jahre alte Frau des Chefs der örtlichen Kreissparkasse blieb auch zu Beginn der neuen Woche wie vom Erdboden verschluckt. Am Wochenende war ein 44-Jähriger nach einem Hinweis aus der Bevölkerung zunächst festgenommen worden. Nach einer Durchsuchung seines Anwesens in der Region Heidenheim stellte sich der Mann als unschuldig heraus und wurde nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt.

Von Maria B. fehlt jede Spur.

Die Bankiers-Ehefrau wird seit Mittwoch vermisst und schwebt nach Ansicht der Polizei wahrscheinlich in Lebensgefahr. Die tagelange Suche mit Hunden war am Sonntagabend eingestellt worden. Zuvor hatten 150 Hundeführer mit 50 Tieren das Gelände rund um den Wohnort der 54-jährigen durchkämmt. Im Einsatz waren neben 250 Polizeibeamten und zwei Polizeihubschraubern auch 11 Angehörige der Bergwacht, die einen Steinbruch unter die Lupe nahmen. Ein Gebiet von 13 mal 15 Kilometern hat die Polizei bereits durchsucht. Außer dem Auto der zweifachen Mutter wurde bislang ihr Handy entdeckt. Unterdessen verteilen etwa 100 Helfer 8000 Flugblätter rund um den Entführungsort in Heidenheim und die Fundstelle des Wagens des Opfers in Neresheim.

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Davon erhofft sich die Polizei weitere Hinweise, deren Gesamtzahl am Sonntag auf 350 angewachsen war. Für Anhaltspunkte, die zur Freilassung von Maria B. führen, hat die Familie eine Belohnung von 50 000 Euro ausgesetzt. Die 54-Jährige war am Mittwochvormittag aus dem Haus der Familie in ihrem eigenen Auto entführt worden. Wenig später rief ein Erpresser den Ehemann an und forderte Geld. Bei dieser Gelegenheit konnte Maria B. ihren Mann kurz sprechen und berichtete, sie sei in Lebensgefahr. Die geforderte Summe in Höhe von 300 000 Euro wurde wie verlangt neben der Autobahn 7 hinterlegt, aber nicht abgeholt. Nach einer gescheiterten Geldübergabe brach jede Verbindung zu den Tätern ab. Trotz dringender Appelle des Ehemannes und zweier erwachsener Kinder des Paares ist bislang kein weiterer Kontakt bekannt.

dpa

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