Euroschützer tagen in Istanbul

Istanbul/München - Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) setzt auch in diesem Jahr die Bemühungen zum Schutz des Euro in Kooperation mit dem Amt für Betrugsbekämpfung der Europäischen Kommission (OLAF) fort.

In Zusammenarbeit mit der Türkischen Polizei wird die 7. Fachtagung „Euro Süd-Ost“ in diesem Jahr vom 02. bis 06. November in Istanbul stattfinden.

An der Tagung nehmen neben den Fachleuten von Justiz, Polizei und Nationalbanken aus 21 europäischen Staaten (Griechenland, Zypern, Österreich, Deutschland, Italien, Malta, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Serbien, Montenegro, (EJR) Mazedonien, Kosovo, Moldau und Türkei) auch Landespolizeipräsident Waldemar Kindler und LKA-Präsident Peter Dathe sowie Vertreter von Europol, Eurojust, der Europäischen Kommission (OLAF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) teil.

Mit der Einführung des Euro als Zahlungsmittel in zwölf Staaten Europas begann im Jahr 2002 sein Siegeszug als gemeinsames Zahlungsmittel innerhalb der Europäischen Union. Zwischenzeitlich benutzen 16 der inzwischen 27 EU-Staaten den Euro und damit rund 329 Millionen Menschen, die in der Euro-Zone leben. Auch außerhalb der Eurostaaten ist die neue Währung mittlerweile etabliert und kaum noch wegzudenken.

Doch nicht nur Bürger und die Wirtschaft, auch kriminelle Gruppen versuchen aus dem Erfolg des Euro einen größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Auf Grund der hohen Mobilität und der zunehmend internationalen Arbeitsweise der kriminellen Gruppierungen im Bereich der Falschgeldkriminalität, hat das LKA bereits im Jahr 2003 die Fachtagung „Euro Süd-Ost“ ins Leben gerufen, um dieser Entwicklung frühzeitig entgegenzuwirken.

Durch das jährliche Zusammentreffen der Falschgeldexperten unter Einbeziehung der verantwortlichen europäischen und internationalen Institutionen soll die multidisziplinäre Zusammenarbeit im südosteuropäischen Raum verbessert werden, 1 die aktuelle Situation gemeinsam analysiert und – da wo nötig - nach sachbezogener, zukunftsorientierter Optimierung gesucht werden.

Die Fachtagung „Euro Süd-Ost“ kann nach den bisherigen Veranstaltungen bemerkenswerte Erfolge aufweisen. So entstand ein fachbezogenes Netzwerk international koordinierter Zusammenarbeit im Bereich Polizei und Justiz in Südosteuropa. Ferner wurden einige gemeinsam erarbeitete Lösungen und Verfahrensweisen von der Europäischen Kommission aufgegriffen und bei der Falschgeldbekämpfung zum Standard in ganz Europa gemacht.

Erst im Februar dieses Jahres haben sich die im Rahmen der Tagung Euro Süd- Ost geschmiedeten Verbindungen wieder sehr gut ausgezahlt. Damals konnte im Zusammenwirken mehrerer hier vertretener Polizeibehörden in Serbien eine Druckerei zur Herstellung einer qualitativ gut gelungenen 100-Euro-Fälschung ausgehoben und sowohl Hersteller als auch Verbreiter festgenommen werden. Das Bayerische Landeskriminalamt hatte die Ermittlungen nach der in München erfolgten Sicherstellung von falschen US-Dollarnoten im Gesamtwert von über einer Million Dollar mit Hintergrund- und Detailinformationen unterstützt. Die enge Zusammenarbeit mit den serbischen Polizeibehörden, der österreichischen Polizei und Europol machte diesen großartigen Erfolg in Belgrad möglich. Es steht zwischenzeitlich fest, dass die serbischen Falschgelddrucker sowohl für die Herstellung der 100-Euro-Falsifikate als auch für die Herstellung der 100-US- Dollar-Falsifikate verantwortlich waren.

In diesem Jahr werden die 96 Tagungsteilnehmer Fragen zur Euro- Falschgeldbekämpfung in der Türkei und zur Optimierung der Falschgeldermittlungen auf einen europäischen Standard in den Mittelpunkt ihrer Beratungen stellen.

Nicht nur vor diesem Hintergrund hat sich die Fachtagung „Euro Süd-Ost“ mittlerweile zu einer international anerkannten Tagungsreihe entwickelt.

Pressemitteilung Bayerisches Landeskriminalamt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © lka

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