Fähr-Unglück vor Fehmarn

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Kiel – Eine Ostsee-Fähre mit 236 Menschen an Bord ist in der Nacht nach einer Explosion in Brand geraten. Crew und Passagiere konnten in Sicherheit gebracht werden.

Nach Angaben des Havariekommandos in Cuxhaven gab es gegen Mitternacht eine Explosion auf dem Oberdeck der litauischen Fähre “Lisco Gloria“.

Das Schiff war von Kiel nach Klaipeda (dem früheren Memel) unterwegs befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn. An Bord waren 204 Passagiere - unter ihnen 89 Lkw-Fahrer - und 32 Besatzungsmitglieder. Die Unglücksursache war zunächst nicht geklärt. Die Flammen griffen auf weitere Teile der rund 200 Meter langen Fähre über.

Sechs Schiffe eilten der “Lisco Gloria“ zu Hilfe, darunter eine weitere Fähre. Alle Menschen an Bord wurden lebend in Sicherheit gebracht. Sie sollten zurück nach Kiel gebracht werden, wo sie für den Morgen erwartet wurden. Das Havariekommando teilte mit, drei Verletzte seien mit Hubschraubern ausgeflogen worden.

Das leere Schiff stand auch am Morgen noch in ganzer Länge in Flammen. Mehrere Schiffe mit Löscheinrichtungen versuchten, der Flammen Herr zu werden, unter ihnen das Feuerlöschboot “Kiel“. Die brennende Fähre trieb in Richtung Dänemark.

Die 2002 gebaute “Lisco Gloria“ gehört der Reederei DFDS Seaways und hatte Kiel laut Fahrplan um 23.00 Uhr verlassen. Sie ist laut Reederei gut 23 Meter lang und bietet in den Kabinen Platz für 302 Passagiere.

dapd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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