Fast Normalbetrieb an deutschen Flughäfen

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Pasagiere an deutschen Flughäfen werden wieder normal abgefertigt.

Hamburg - Nach Tagen der Stille an deutschen Flughäfen ist der normale Betrieb nun wieder angelaufen. In Deutschland klappt alles fast reibungslos, doch im Ausland warten noch tausende Gestrandete auf ihre Rückkehr.

Im Himmel über Europa herrscht fast wieder Normalbetrieb. Nach rund einer Woche Chaos rechnete die Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel für Donnerstag mit regulärem Flugbetrieb. Nur ganz begrenzt könne es noch zu Verzögerungen kommen, etwa im Süden Finnlands und Norwegens sowie in Schottland und Schweden. Um die Verzögerungen im Warenverkehr aufzuholen, soll am kommenden Sonntag das Fahrverbot für Lastwagen in Deutschland gelockert werden. In mehreren Bundesländern wurden zudem zusätzliche Nachtflüge genehmigt.

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Eurocontrol ging am Mittag davon aus, dass im Tagesverlauf zwischen 28.000 und 29.000 Flüge abgewickelt werden - so viele wie an einem ganz gewöhnlichen Donnerstag. Am Mittwoch waren knapp 80 Prozent der üblichen Verbindungen angeboten worden. Auch Europas größte Airline, die Lufthansa, plante für Donnerstag wieder das volle Programm. Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main habe wieder den regulären Betrieb aufgenommen, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Passagiere müssten aber in den kommenden Tagen noch mit einigen Behinderungen rechnen.

Vor Abflug bei der Airline anrufen

Der Rat, sich vor einer Reise bei Fluggesellschaft oder Veranstalter über den Stand der Dinge zu informieren, galt daher weiter - ebenso wie an anderen deutschen Flughäfen. Auch dort sollte am Donnerstag der Großteil der Flugzeuge wieder wie vorgesehen starten und landen. In der Ferne allerdings warteten noch immer tausende Reisende auf ihre Rückkehr. In Hongkong etwa saßen noch Hunderte Deutsche fest, da nicht alle “alten Fälle“ abgearbeitet sind, aber täglich neue Reisende hinzukommen. Auf dem Airport “Chek Lap Kok“ bildete sich erneut eine Schlange von Gestrandeten vor dem Lufthansa-Schalter. “Wir waren schon gestern hier, haben fünf Stunden gewartet und gehofft, aber sind nicht in die Maschine gekommen“, erzählt die Hamburgerin Lara Ritscher.

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Auch der 18 Jahre alte Marvin Mielke hat sich auf die Warteliste setzen lassen. Wer ursprünglich den frühesten Rückflug-Termin hatte, dessen Name wird als Erstes aufgerufen, wenn es noch freie Sitzplätze nach Frankfurt oder München gibt. Ein nervenaufreibendes Prozedere. “Aber es ist schon fair“, sagt Mielke.

Hohe Schäden für die Fluggesellschaften

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte den Luftraum am Mittwoch flächendeckend wieder freigegeben. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen schätzt, dass seit Beginn der Sperrungen knapp drei Millionen Passagiere nicht abgefertigt wurden. Die Einnahmeausfälle der Airlines insgesamt beziffert der Internationale Flugverband IATA auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

In den kommenden Tagen soll die Vulkanasche über den Atlantik Richtung Nord-Nordost getrieben werden. “Mitteleuropa wird nicht mehr betroffen sein“, prognostizierte DWD-Wetterexperte Ansgar Engel in Offenbach. Zudem schleudert der Vulkan derzeit nur noch wenig Asche in die Atmosphäre.

dpa

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