Fehlende Mutterinstinkte: Wilhelma nimmt Gorilla-Baby auf

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Ist jetzt in Stuttgart daheim: Gorilla-Baby "Juma" liegt im Arm von Mutter "Josy" im Urwaldhaus des Zoos in Hannover (Archivfoto vom 26. Oktober 2009).

Stuttgart - Der Zoologisch-Botanische Garten Wilhelma in Stuttgart hat erneut ein von seiner Mutter vernachlässigtes Gorilla-Baby aufgenommen.

Diesmal stammt es aus dem Zoo Hannover, wo sich ein Gorilla-Weibchen nicht mehr um seinen zwei Monate alten Nachwuchs gekümmert hat. Wie der Zoo Hannover am Donnerstag mitteilte, hätten zuletzt andere Gorillas das Baby über den Boden gezerrt - seine Mutter griff nicht ein. Es schürfte sich dabei die Haut an mehreren Stellen ab.

Gorillamutter "Josy" hält ihr Baby "Juma" im Urwaldhaus des Zoos in Hannover im Arm (Archivfoto vom 26. Oktober 2009).

Sicherheitshalber habe man sich daher entschieden, das Gorilla- Baby nach Stuttgart abzugeben. “Der Kleine ist gut angekommen“, sagte eine Zoo-Sprecherin. Die Mutter habe seit der Trennung noch nicht nach ihrem Jungen gesucht. Ihre fehlenden Mutterinstinkte hatten bereits 2008 zu einem Drama geführt. Damals starb ihr Baby, nachdem der Vater es mit voller Wucht gegen eine Wand geworfen hatte.

Die Stuttgarter Wilhelma verfügt über Europas einzige Gorilla-Aufzucht-Station. Sie hatte 2007 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil dort das ebenfalls vernachlässigte Gorilla-Baby “Mary Zwo“ aus dem Zoo Münster aufgepäppelt wurde; es war zuvor durch eine Notbehandlung auf der Kinder-Intensivstation der Universitätsklinik Münster gerettet worden. Kurz vor Weihnachten wurde in Stuttgart das inzwischen 31. Gorilla-Baby geboren.

dpa

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