Neue Beschreibung von Michalski

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Mühlheim/Ruhr - Der entflohene Mörder Peter Paul Michalski wollte laut Bild-Zeitung erneut eine Geisel nehmen. Die Polizei hat eine neue Personenbeschreibung veröffentlicht. 

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Laut Bild-Zeitung wollte Michalski erneut eine Geisel nehmen: Er klingelte gegen 11.30 Uhr an einer Mülheimer Wohnung, überwältigte die Bewohnerin. Als deren Ehemann nach Hause kam, verlor Michalski die Nerven, haute ab. Die Polizei verfolgte seine Spur mit „Mantrailer“-Hunden, die die Beamten durch die Stadt lotsten. Die Spur verlor sich aber am Mülheimer Hauptbahnhof. Bei ihrer Suche nach Michalski (46) hat die Polizei eine neue Personenbeschreibung veröffentlicht.

Er soll mit einem weißen T-Shirt und/oder einem beigen Rollkragenpullover sowie einem Hemd mit Längsstreifen in Blau oder Schwarz bekleidet sein. Er trägt eine blaue Jeans, Trekkingschuhe sowie eine dickere graue Jacke oder ein braunes Jackett. Der 176 Zentimeter große Mann von schlanker Statur hat eine Halbglatze und trägt möglicherweise einen ungepflegten „Zehntagebart“.

„Er hat vermutlich eine Tasche aus schwarzem Popelinestoff oder einen grauen Rucksack mit rotem „Völkl“-Aufdruck bei sich.“ Um sein Aussehen zu verändern, könne er eine Sonnenbrille, eine blaue Mütze oder eine so genannte Schlägermütze tragen, so ein Polizist.

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Michalskis Komplize war am Vormittag festgenommen worden: Passanten hatten den Fluchtwagen um 10.15 Uhr in einer Seitenstraße in Mülheim gefunden und die Polizei alarmiert. Einer der Täter hielt sich in der Nähe auf und wurde um 11.03 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Es handelt sich um den 50-jährigen Michael Heckhoff. Der 46-jährige Peter Paul Michalski war zunächst weiter auf der Flucht, wie die Polizei Köln mitteilte. Am Nachmittag gab es Wirbel als der 46-Jährige vermeintlich festgenommen wurde. Der Festgenommen soll laut Augenzeugenangaben sehr große Ähnlichkeit mit dem Gesuchten haben.

Michalski ist ein verurteilter Mörder und besonders gewalttätiger Mehrfachtäter. Er verbüßte laut NRW-Justizministerium bereits als Heranwachsender eine Jugendstrafe. 1985 wurde er entlassen, drei Jahre später aber schon wieder festgenommen. 1988 verurteilten ihn die Richter zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft, unter anderem wegen schweren Raubes. 1993 erschoss Michalski im Hafturlaub einen Mittäter - und erhielt dafür eine lebenslange Haftstrafe.

Das Bielefelder Landgericht stellte im März 1995 die besondere Schwere der Schuld fest. Damit war eine Überprüfung der Haftstrafe nach 15 Jahren für den gebürtigen Herforder blockiert. Anfang 2006 war er von der JVA Wuppertal nach Aachen verlegt worden, dort gelang ihm der Ausbruch.

Die Polizei Essen veröffentlichte eine Personenbeschreibung von Michalski: Danach ist er 1,76 Meter groß und schlank. “Er hat einen Kinn- und Oberlippenbart und eine Halbglatze mit grauem Haarkranz.“ Bekleidet war er am Freitagnachmittag mit einer Wollmütze und einer grauen Regenjacke.

dpa

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Quelle: rosenheim24.de

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