Hatte bereits Lehrstelle

Flüchtling (18) stürzt sich vor Abschiebung aus dem Fenster

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Köln - Ein 18-Jähriger springt, um seiner Abschiebung zu entgehen sieben Meter in die Tiefe und überlebt verletzt. Der junge Mann stand kurz vor seinem Realschulabschluss und hatte bereits eine Lehrstelle.

Ein 18-jähriger Flüchtling hat sich am Flughafen Köln/Bonn aus sieben Metern Höhe in die Tiefe gestürzt, um seiner Abschiebung zu entgehen. Er habe der Polizei am Dienstag gesagt, er wolle noch eine Zigarette rauchen. Dann sei er über eine Brüstung gesprungen, sagte ein Sprecher des Hochsauerlandkreises, wo der Flüchtling zuvor gewohnt hatte, am Donnerstag. „Er hat sich ein Bein gebrochen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.“ Die 20-jährige Schwester des Mannes sei nach dem Zwischenfall allein abgeschoben worden. Die „Bild“-Zeitung (Donnerstag) hatte zuerst darüber berichtet.

Die drohende Abschiebung hatte im Umfeld der Familie für Unverständnis gesorgt. Mitschüler hatten vor dem Kreishaus in Meschede protestiert. Der junge Mann stand kurz vor seinem Realschulabschluss und hatte bereits einen Ausbildungsplatz sicher.

Vor zwei Wochen sorgte ein Brand in der JVA Mühldorf für einen Feuerwehr-Großeinsatz. Der mutmaßliche Brandstifter wurde dabei verletzt. Der 23-jährige Afghane wurde dennoch in sein Heimatland abgeschoben. Er befand sich zuvor gemeinsam mit weiteren Abschiebehäftlingen im Hungerstreik. Insgesamt fünf Personen wollten damit gegen ihre Abschiebung protestieren. Sie stellten den Protest schließlich ein.

dpa/hs

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser