Schneefall behindert Flugverkehr immer noch

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Geduld ist am Flughafen Frankfurt gefragt.

Frankfurt - Der Flughafen Frankfurt muss auch am Sonntag mit dem Wintereinbruch kämpfen. Am Morgen war bereits sicher, dass 302 von 1317 Verbindungen ins In- und Ausland gestrichen werden.

Betroffen sind 146 Starts und 156 Landungen, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Allein die Lufthansa hatte im Zuge ihres Sonderflugplans 130 Flüge gestrichen. Vor Beginn des Flugbetriebes war nur eine Bahn offen, der Winterdienst würde aber mit jedem Fahrzeug räumen. Der Flugbetrieb hänge aber auch von der Situation an anderen Flughäfen wie Florenz oder London ab.

Tumulte am Frankfurter Flughafen - Polizei im Einsatz

Europa kämpft mit Eis und Schnee

Am Samstag waren insgesamt 272 Flüge in Frankfurt gestrichen worden. Von Tumulten unter den Fluggästen, wie es sie am Samstag gegeben hatte, war in der Nacht keine Rede mehr. „Es sind viele Leute da, aber es läuft geordnet ab”, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Berliner Flughäfen und der Flughafen Hamburg machten derweil lediglich Angaben zu Verbindungen, die schon am Samstag gestrichen worden waren. In Hamburg betreffe das acht Flüge, man gehe aber davon aus, am Sonntag den Flugbetrieb regulär starten zu können, sagte ein Sprecher. Am Flughafen Tegel wurden einige Flüge nach London, Paris oder Frankfurt annulliert.

Außerdem hat das Schneechaos im Flugverkehr über Europa 4000 Passagiere zu einer unfreiwilligen Nacht in Brüssel gezwungen. Viele konnten in Hotels in Flughafennähe unterkommen. Doch 1500 Fernreisende nach Großbritannien, die wegen der Schließung der Londoner Flughäfen nach Brüssel umgeleitet wurden, mussten die Nacht im Transitbereich verbringen. Die Fluggäste aus China, Südkorea, Kuwait und den USA durften den Bereich nicht verlassen. Sie hätten kein Visum, sagte ein Flughafensprecher.

Auf deutschen Straßen blieb es indes in der Nacht zum Sonntag ruhig. “Es schneit seit viereinhalb Stunden, aber es gibt keine Unfälle“, sagte ein Polizeisprecher aus Mainz. Auch im Saarland gab es starke Schneefälle, die jedoch in der Nacht keinen großen Einfluss auf das Unfallgeschehen hatten. “Es fährt kein Auto mehr in Saarbrücken“, hieß es von der dortigen Polizei.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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