Frankfurter Flughafen: Gestrandete können wieder reisen

+
Zahlreiche Reisende warten am Dienstag (21.12.2010) in der Abflughalle des Terminals 1 des Flughafens von Frankfurt am Main vor den Schaltern.

Frankfurt - Die Situation am wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main bleibt auch am Mittwoch angespannt. Das Problem: Zum normalen Betrieb kommen über 3.500 gestrandete Passagiere hinzu.

Lesen Sie dazu auch:

So wird das Weihnachts-Wetter bei Ihnen

Schnee-Chaos: Immer noch Behinderungen

Schneechaos: EU greift bei Flughäfen durch

Kälte-Chaos: Frankfurter Flughafen wieder dicht

Zwar kündige die Wettervorhersage keine neuen Schneefälle an, sagte ein Sprecher des Airportbetreibers Fraport am frühen Morgen. Doch es gelte den Tag über, die etwa 3500 gestrandeten Passagiere zusätzlich zum normalen Passagieraufkommen unterzubringen - und dass bei einem noch immer durcheinandergewirbelten Flugplan mit Ausfällen und Verspätungen.

Zudem sei für Donnerstag noch einmal mit einem Plus an Fluggästen zu rechnen, weil in neun Bundesländern die Weihnachtsferien beginnen. “Eine Prognose, ob sich rechtzeitig zu Weihnachten wieder alles normalisiert haben wird, kann wirklich noch keiner geben“, sagte der Fraport-Sprecher. Zumindest die Wettervorhersage sei vorteilhaft. Der Deutsche Wetterdienst DWD in Offenbach prognostizierte gegen 4 Uhr, dass sich die milde Luft aus Süddeutschland weiter gen Norden bewege.

Doch auch ohne neuen Schnee gab es laut Fraport am Mittwochmorgen Sichtbehinderungen auf dem Flughafen. Rund 600 Passagiere hatten die Nacht wieder im Flughafengebäude auf Feldbetten verbracht - allein im Transitbereich waren es 350 Menschen. Der Großteil der Wartenden ließ sich die Nacht über in Hotels einquartieren, teilweise 70 Kilometer außerhalb der Stadt. Wie viele von ihnen nun schon mehrere Nächte am Stück auf einen Flug warten, konnte der Fraport-Sprecher nicht sagen.

Alle Start- und Landebahnen wieder in Betrieb

Immerhin sind wieder alle Start- und Landebahnen in Betrieb. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport der Nachrichtenagentur dpa. “Es deutet alles darauf hin, dass sich die Dinge entspannen. Die Überhänge vom Dienstagabend sind fast abgebaut.“ Die weitere Entwicklung hänge aber nicht allein vom Frankfurter Flughafen ab, sondern auch von der Leistungsfähigkeit der anderen europäischen Airports.

Obwohl der Flugbetrieb in Frankfurt “reibungslos“ laufe, müssten 60 Flüge gestrichen werden. “Die Umläufe stimmen europaweit noch nicht“, sagte der Sprecher.

Lufthansa kündigt wieder normalen Flugbetrieb an

Ungeachtet des erneuten Wintereinbruchs will die Lufthansa ab Mittwoch wieder zu ihrem regulären Flugplan zurückkehren. Die positiven Wetterprognosen machten es möglich, den seit dem Wochenende geltenden Sonderflugplan zu beenden, sagte Lufthansa-Sprecher Jachnow auf dapd-Anfrage.

Bis auf Ziele, die wegen schlechter Wetterbedingungen nur eingeschränkt angeflogen werden können, sollten heute alle internationalen Flüge durchgeführt werden. Mit Behinderungen müsse jedoch noch bei Flügen nach London-Heathrow gerechnet werden. Wegen des Passagierrückstaus rief die Airline ihre Passagiere jedoch dazu auf, nach Möglichkeit andere Verkehrsmittel zu nutzen. Außerdem sollten Reisende mindestens drei Stunden vor dem Start am Flughafen sein.

dpa/dapd

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser