Freispruch für G8-Polizistin

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Die angeklagte Polizistin und ihr Anwalt Martin Habig, aufgenommen am Donnerstag (26.08.2010) im Rostocker Landgericht kurz vor Prozessbeginn wegen des Unfalltodes eines Polizisten beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm.

Rostock - Nach dem Unfalltod eines Polizisten beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm ist seine Kollegin aus Nordrhein-Westfalen erneut vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden.

Der Richter bestätigte in einem Berufungsprozess am Landgericht Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) am Dienstag den Freispruch aus erster Instanz. Zwar habe die heute 28-Jährige gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, als sie trotz geöffneter Tür des Mannschaftswagens losfuhr, erklärte der Richter. Jedoch gebe es auch eine Mitschuld des Opfers.

Der Mann habe sich selbst in Gefahr gebracht, als er die Tür nicht schloss und sich nicht anschnallte. Der Polizist aus Nordrhein- Westfalen stürzte aus der Seitentür des langsam fahrenden Wagens und zog sich tödliche Verletzungen zu.

Es habe sich um einen tragischen Unglücksfall gehandelt, sagte der Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Polizistin eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung in Höhe von 1500 Euro gefordert.

dpa

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