Zu gefährlich! Behörde verbietet Reise

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Stuttgart - Wie finden Sie denn das? Der Staat darf einem Bundesbürger doch tatsächlich eine Reise ins Ausland verbieten, wenn dem Beamten diese als zu gefährlich erscheint.  

Was kostet eine Entführung an Lösegeld?

Seit den 70er-Jahren schweigt die Bundesregierung über mögliche Lösegeldzahlungen für im Ausland entführte Deutsche. Doch es gibt Schätzungen: Dezember 2005 - mehrere Millionen Euro für die im Irak entführte Susanne Osthoff; August 2003: 4,6 Millionen Euro für eine Gruppe Sahara-Touristen; September 2000: 1 Million US-Dollar für die auf den Philippinen entführte Familie Wallert; Juni 1992: 23 Millionen Mark für die Libanon-Geiseln Strübing und Kempter

Quelle: focus.de

Passbehörden dürfen geplante Reisen von Individualtouristen im Ausland unter bestimmten Umständen verhindern. Dies ist nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart (AZ: 11 K 67/10) dann möglich, wenn während der Reise eine Entführung droht. Das berichtet die Nachrichten-Agentur ddp. Die Bundesrepublik stünde dann "in der Gefahr, entweder Lösegeldzahlungen leisten oder anderweitig Erpressungen nachgeben zu müssen", argumentierte das Gericht in dem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Daher dürfe eine solche Reise verhindert werden.

Konkret hatte eine Deutsche nach Somalia reisen wollen und zwar ausgerechnet in ein Gebiet, das von Al-Kaida-nahen Milizen beherrscht wird.

Für Somalia liegt vom Auswärtigen Amt eine Reisewarnung vor - die Entführungswahrscheinlichkeit ist bei geschätzten 100 Prozent. Der Frau wurde deshalb ihr Reisepass entzogen.

Was ist Ihre Meinung dazu? Darf eine Behörde einfach den Reisepass kassieren, wenn ein Beamter entscheidet, die Reise sei zu gefährlich? Oder ist das ein Eingriff in die persönliche Freiheit des Einzelnen?

Quelle: rosenheim24.de

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