Gefängnis-Ausbruch: Fluchthelfer entschuldigt sich

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Die Justizvollzugsanstalt in Aachen.

Aachen - Der geständige Fluchthelfer, der den Schwerverbrechern Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff bei ihrem Gefängnisausbruch in Aachen half, hat sich vor dem Landgericht entschuldigt.

Bei dem Ausbruch wurde ein ahnungsloser Vollzugsbeamter überwältigt, geknebelt und bedroht. Dieser leidet noch heute unter den Ereignissen. “Ich kann nur sagen, dass es mir unheimlich leidtut“, sagte der angeklagte Vollzugsbeamte am Donnerstag zu seinem Kollegen.

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Er hatte den Schwerkriminellen nach eigenen Angaben die Türen in die Freiheit geöffnet. Außerdem habe er ihnen Waffen aus dem Tresor und Munition gegeben und dem überwältigten Kollegen nicht geholfen. Der 40-Jährige wollte sich nicht zu seinem Motiv äußern.

Aachener Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gewaltverbrecher auf der Flucht

“Die Entschuldigung nehme ich nicht an. Wenn ein Kollege mit dem Leben eines anderen spielt, geht viel kaputt“, sagte der 56 Jahre alte Beamte, der überwältigt worden war, im Zeugenstand. Er sei in psychischer Behandlung und könne bis heute nicht arbeiten.

Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski: Die beiden Verbrecher konnten aus der JVA Aachen ausbrechen.

Nach dem Beamten und Michalski (47) hat am Donnerstag auch der angeklagte Schwerkriminelle Michael Heckhoff ein Geständnis abgelegt. “Die Anklage ist im Wesentlichen richtig“, sagte der 51-Jährige im Aachener Landgericht.

Michalski und Heckhoff waren vor einem halben Jahr scheinbar kinderleicht aus dem schwer gesicherten Aachener Gefängnis geflüchtet. Fünf Tage lang hielten die bewaffneten Verbrecher ganz Deutschland in Atem und nahmen sieben Geiseln.

dpa

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