Gefängnis-Einbrecher wollte Drogen holen

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Hannover - Ein mysteriöser Einbruchsversuch in das hannoversche Gefängnis galt nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums einem Drogenpäckchen. Doch der Einbrecher hat sich zu dumm angestellt.

Unweit der Stelle, an der ein unbekannter Einbrecher den Gefängniszaun zu knacken versucht habe, sei ein Päckchen mit jeweils mehreren Tagesrationen Heroin und Haschisch gefunden worden, berichtete ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag in Hannover. “Das Rauschgift lag zwischen Außenzaun und Gefängnismauer und sollte vermutlich in den Gefängnishof geworfen werden“, sagte er. Der unbekannte Einbrecher wurde nach Angaben des Ministeriums am Dienstagabend dabei ertappt, wie er mit einem Bolzenschneider versuchte, den äußeren Metallgitterzaun des Gefängnisses zu knacken.

Der Einbruchsversuch löste einen Alarm aus. Bedienstete der Justizvollzugsanstalt versuchten, den Einbrecher zu stellen. Dieser rannte jedoch unerkannt davon. Der Verdächtige sei offenbar an der sechs Meter hohen Gefängnismauer gescheitert, als er das Drogenpäckchen in Richtung Hof der Justizvollzugsanstalt geworfen habe, sagte Ministeriumssprecher Georg Weßling. “Der vereitelte Einbruch sollte dazu dienen, die Drogen wieder zurückzuholen“, fügte er hinzu. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Gefängniseinbrecher blieb trotz Hubschraubereinsatz ohne Ergebnis.

DAPD

Rubriklistenbild: © dpa

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